Übersicht aller Organe, Uhrzeiten und Beschwerden

Möglicher Zusammenhang zwischen Uhrzeit, Organ und Beschwerden

03-05 Uhr Lunge
03-05 Uhr Lunge

03-04 Uhr: Melatonin wird ausgeschüttet, wichtig für gutes Durchschlafen
04-05 Uhr: Blutdruckanstieg
Menschen mit Herzinsuffizienz wachen ggf. um diese Zeit auf, weil sie wegen ihres Lungenödems schlecht Luft bekommen.
Asthmaanfälle am häufigsten
Ferner stellt sich leicht Frösteln ein (Bezug Lunge – Haut).

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05-07 Uhr Dickdarm
05-07 Uhr Dickdarm

05-06 Uhr: Hoher Testosteronschub (darum sind viele Männer morgens besonders gerne aktiv)
06 Uhr: Kortisol wird ausgeschüttet und weckt den Körper
07 Uhr: Häufig Defäkation (Stuhlgang)

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07-09 Uhr Magen
07-09 Uhr Magen

07-09 Uhr: Verdauung läuft auf Hochtouren
08 Uhr: Relative Schmerzunempfindlichkeit
08 Uhr: Hormonproduktion ist angekurbelt
Daher auch der Spruch: „Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein Edelmann und abends wie ein Bettler“.
Denn 12 Stunden später (19.00-21.00) befindet sich der Magen in seiner Tiefphase. Die Nahrung wird über Nacht kaum verdaut und man hat morgens keinen Appetit. Deshalb sollte man nach 19 Uhr nur sehr leicht verdauliche Speisen zu sich nehmen, ansonsten entstehen Fäulnis und Gärstoffe. Besonders abzuraten ist von Rohkost, da sich über Nacht sog. Fuselalkohole bilden, die die Leber auf Dauer stark schädigen können.

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09-11 Uhr Pankreas-Milz
09-11 Uhr Pankreas-Milz

09-10 Uhr: Der Körper ist jetzt sehr widerstandsfähig, beste Zeit für operative Eingriffe, Impfungen oder Röntgen
09-10 Uhr: beschleunigte Wundheilung
10 Uhr: Körpertemperatur erreicht ihr Maximum
10-11 Uhr: Geistige Lernfähigkeit (bes. Kurzzeitgedächtnis) am höchsten, gut für Prüfungen

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11-13 Uhr Herz
11-13 Uhr Herz

11-13 Uhr: Herz am anfälligsten für einen Infarkt, in dieser Zeit körperliche Belastungen, Stress oder Operationen vermeiden
12 Uhr: Magen produziert verstärkt Säure (1. Basenflut)
12 Uhr: Konzentrationsfähigkeit sinkt

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13-15 Uhr Dünndarm
13-15 Uhr Dünndarm

13 Uhr: Mittagstief, Blut wird für die Verdauung benötigt, wer jetzt Sport treibt, beeinträchtigt seine Verdauung
13-14 Uhr: Gallensäurenproduktion
13-14 Uhr: Körper ist jetzt sehr elastisch
14 Uhr: Blutdruck und Hormonspiegel ist niedrig
14-15 Uhr: Schmerzempfindung ist reduziert

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15-17 Uhr Blase
15-17 Uhr Blase

15 Uhr: Mittagstief ist überstanden, man fühlt sich energiegeladen
15-16 Uhr: Langzeitgedächtnis hat Hochphase
16 Uhr: Blutdruck und Kreislauf erreichen ihr 2. Maximum
16 Uhr: Urinausscheidung besonders hoch

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17-19 Uhr Niere
17-19 Uhr Niere

17 Uhr: Steigerung von Vitalität und Stoffwechsel
17-18 Uhr: Niere filtert verstärkt
17-18 Uhr: Magen produziert verstärkt Säure (2. Basenflut)
Kräutertees wirken jetzt besonders gut.

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19-21 Uhr Perikard/ Herzbeutel (Kreislauf)
19-21 Uhr Perikard/ Herzbeutel (Kreislauf)

19 Uhr: Blutdruck und Puls werden heruntergefahren
20-21 Uhr: Antibiotika und Allergiemittel werden besonders gut aufgenommen
Phase der Erholung und Entspannung der Hauptorgane
bei Störungen treten Depressionen auf.

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21-23 Uhr Drei-Erwärmer
21-23 Uhr Drei-Erwärmer

21 Uhr: Verdauungsorgane gehen in die Erholungsphase über
22-23 Uhr: Immunsystem sehr aktiv,
Regeneration der Hormondrüsen,
Gute Zeit zum Meditieren (Drüsenzentren und Chakren sind besonders aktiv).

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23-01 Uhr Gallenblase
23-01 Uhr Gallenblase

23 Uhr: Kortisol-Ausschüttung wird heruntergefahren, Körper beginnt sich zu entspannen
23-24 Uhr: Vitalfunktionen wie Blutdruck, Herzfrequenz und Temperatur werden gesenkt, der Stoffwechsel ist träge
24-01 Uhr: Haut regeneriert (hohe Teilungsrate der Zellen),
gesteigerte Schreckhaftigkeit,
Vermehrt Zeit der Gallenkoliken

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01-03 Uhr Leber
01-03 Uhr Leber

01-02 Uhr: Leistungsfähigkeit auf dem Tiefpunkt
02-03 Uhr: Kälte wird stärker wahrgenommen
02-03 Uhr: Haut schmerzunempfindlicher,
große Entgiftungsphase der Leber
Patienten mit Leberproblemen und/oder Migräne (oft durch schwache Leber verursacht) wachen in dieser Zeit häufig auf

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Wirkstoffe über Organuhr suchen und finden
Die Organuhr - Leber

Die Organuhr ist ein Begriff aus dem Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und bezeichnet die Vorstellung, dass der menschliche Körper einem täglichen Energiekreislauf (Qi) unterliege.Er erreicht zu zyklisch wiederkehrenden Tageszeiten in bestimmten Organsystemen (Meridianen) einen durch besondere Aktivität dieses Organsystems gekennzeichneten Höhepunkt und kann durch erhöhte Aktivität des betreffenden Organsystems auch in Form von Beschwerden wahrgenommen werden. (Wikipedia)

Minimalzeiten und Maximalzeiten

leber photoMinimalzeiten und Maximalzeiten

Jedes Organ hat im Tagesverlauf eine 2-stündige Hochphase (Maximalzeit) und genau 12 Stunden später eine Tiefphase (Minimalzeit).Beschwerden, die gehäuft zu bestimmten Tageszeiten auftreten bzw. zu bestimmten Tageszeiten abgeschwächt sind, können auf einen Bezug zu den jeweiligen Organen hinweisen.Verstärken sich Beschwerden während der Maximalzeit eines Organs, spricht man von „Fülle-Beschwerden“.Im umgekehrten Fall spricht man von „Leere-Beschwerden“, wenn sich die Beschwerden während der Minimalzeit eines Organs verstärken.

Die Organuhr – das wohl komplexeste Erklärsystem Deines Organrhytmus´s

Was ist sie?Was lässt uns in der Nacht schlafen und was hält uns am Tag wach?Hör’ auf deinen Körper!Du musst auf deine innere Uhr hören!

Dies ist nicht nur ein gut gemeinter Ratschlag, sondern beruht auf den Prinzipien nach einem Modell aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, kurz TCM: Die Organuhr ist der Taktgeber unseres Lebens und wer seinen Lebensstil danach ausrichtet, trägt zur eigenen aktiven Gesundheit bei.

Die Lehre der fünf Säulen

Wie definiert sich Leben?Wie definierst du das Leben?Atmen ist Leben.Dein Herzschlag bedeutet Leben.Der Tag ist ebenso Leben wie die Nacht.

Das Leben ist ein biologischer Rhythmus, der sich periodisch immer und immer wiederholt. Dieser biologische Rhythmus, dem jedes Lebewesen unterliegt, ist Teil der Wissenschaft der Chronobiologie. Bedeutet: Wenn ich dir sage, dass du anfangen musst auf deine innere Uhr zu hören, dann meine ich, dass deine alltägliche Routine auch von den Funktionen und Emotionen deines Körpers gesteuert wird. Und dies ist wissenschaftlich erprobt!

Nur, wer die Organuhr wirklich versteht, kann sich daran orientieren

und kann den eigenen Rhythmus des Lebens für sich optimieren: Dies ist der Schlüssel zu Gesundheit und Wohlbefinden.Ein kleines Beispiel zur Einführung:Franz Halberg, ein Mitbegründer der modernen Chronobiologie, konnte in einer umfangreichen Studie darlegen, dass es durchaus einen fundierten Zusammenhang zwischen Mahlzeitaufnahmen und Gewichtsregulation gibt.Das soll bedeuten:Je nachdem, wann du was isst, beeinflusst dies, ob du zunimmst oder nicht. Und dies ist sicherlich nicht nur für dich und mich interessant.Um das Ergebnis der Studie vorwegzunehmen:Franz Halberg kam zu der Schlussfolgerung, dass es für deine Gesundheit positiv zu betrachten ist, wenn du am Morgen und am Mittag mehr Kalorien zu dir nimmst als am Abend.Diesen und andere Zusammenhänge kannst du in der Organuhr nachlesen und es gibt wirklich zahlreiche Darstellungen darüber, wobei alle Darstellungen die gleichen Aspekte aufzeigen.Die Traditionelle Chinesische Medizin lehrt dies bereits seit Jahrtausenden, obgleich das Wissen um deine innere Uhr/deiner Organuhr, sich in der westlichen Gesellschaft erst um das 20. Jahrhundert herum manifestierte. Du und ich haben also Einiges aufzuholen und es gibt viel zu entdecken.Ich habe bereits Akupunktur als einen wichtigen Aspekt der TCM angesprochen und dass es noch zahlreiche weitere Bestandteile gibt, die in Europa allerdings vielerorts unbekannt sind.Die TCM ist auf Säulen aufgebaut, welche verschiedene medizinische Verfahren betrachten. Je nach Autor können dies fünf oder gar sieben Säulen sein und je nach Betrachtung können diese in ihrer Wertung anders angeordnet sein.

Deine persönliche Gesundheit beruht nach dem Prinzip der TCM auf allen Säulen, die ineinandergreifen und daher unterstützend wirken.

Doch bereits die Betrachtung der einzelnen Säulen kann zu einer Verbesserung deines allgemeinen Wohlbefindens führen, weswegen ich dir nun einen kleinen Einblick in die 5 Säulen geben möchte:

1 - Diätetik: Gesundheit durch Ernährung

Du weißt es vielleicht bereits, aber die Rolle deiner Ernährung ist weitaus vielschichtiger als nur die Nährstoffversorgung deines Körpers. „Du bist, was du isst“, ist ein Leitspruch dieser Lehre und hat zum Ziel, dass du über deine Ernährung zielgerichtet in die Gesundheit deines Körpers eingreifen kannst. Es geht darum, Erkrankungen zu vermeiden oder aber deren Verlauf positiv zu katalysieren.

2 - Qigong: Meditation zur Selbstheilung

Dieses Prinzip der Therapie setzt sich aus „Qi“, der Lebensenergie, und „Gong“ für Übung zusammen. Es ist eine Kombination aus Übungen, welche Atmung, Bewegung und Meditation beinhaltet und sozusagen das chinesische Äquivalent zum indischen Yoga. Gewiss hast du schon von beiden Praktiken gehört, wobei Qigong im Ursprung einmal eine Kampfkunst war. Beim Qigong geht es vorzugsweise darum, deine Lebensenergie gezielt zu trainieren, um deinen Körper, deinen Geist und auch deine Seele bewusst wahrzunehmen. Ziel ist es, deinen Energiezyklus zu harmonisieren, damit dieser ungehindert in deinem Körper wirken und die Lebensenergie durch deinen Körper strömen kann.

3 - Akupunktur: Körpereigene Selbstheilungskräfte

Akupunktur beschreibt die Stimulation bestimmter, festgelegter Energiepunkte über kleine, feinste Nadeln, um das energetische Netz, welches den Körper umgibt.Etwaige Störungen sollen dadurch behoben werden, so dass der Energiefluss wieder einwandfrei hergestellt wird.

4 - Tuina: Schieben, Greifen, Drücken, Reiben

Tuina ist eine Massagetechnik innerhalb der TCM, bei im Gegensatz zu anderen Techniken nicht punktuell gearbeitet wird, sondern über den Fluss von Energiemeridianen, damit Energie im gesamten Körper freigesetzt und in Bewegung gebracht/gehalten wird.

Der Schwerpunkt im Einsatz dieser Technik liegt nicht nur im Bereich des Kopfes, des Nackens und dem Rücken, sondern findest in der TCM u.a. auch Anwendung in der Behandlung von Magen- und Darmerkrankungen, sowie Asthma und Allergien.

5 - CAT: Die chinesische Arzneimitteltherapie

In der TCM werden zahlreiche, verschiedene Rezepturen an Heilpflanzen, Mineralien und manches Mal auch tierische Proteine eingesetzt, um gezielt physische wie psychische Erkrankungen individuell zu behandeln. Es handelt sich hierbei um komplexe Rezepturen, die auf den Patienten abgestimmt werden – in Form von Tee, Extrakten, Pulver, Pillen oder Arzneimittelsud aus Pflanzenbestandteilen, beispielsweise Wurzeln, Rinden, Blättern und Blüten. Auch hierbei werden wieder Charakteristika wie Geschmack und Temperatur beleuchtet, damit auf die entsprechenden Leitbahnen im Körper volle Leistung erzielt werden kann.

Die Kommunikation des Körpers – aktive und passive Phasen

Dein Körper kommuniziert auf verschiedene Art und Weise mit dir und dies jeden Tag, egal ob du zuhörst oder nicht.Die Organuhr ist ein Mittel der TCM, um die Kommunikation des Körpers sichtbar zu machen, beziehungsweise deinen Fokus auf die verschiedenen Prozesse in deinem Organismus zu sensibilisieren.Aktive Zeiten und RuhephasenSie zeigt dir explizit auf, zu welchen Uhrzeiten, beispielsweise, deine Organe besonders aktiv sind und wann sie in der Ruhephase sind.Laut der TCM durchfließt den Organismus die Lebensenergie Qi und sie tut dies auf zwölf Bahnen, die wiederkehrend durch den Körper strömen.Wenn du Traditionelle Chinesische Medizin hörst, denkst du vielleicht als erstes an zig hundert Nadeln, die ein freundlicher Asiate auf deiner Haut platziert.Dies ist eine Art der Therapieform, die du wahrscheinlich kennst und möglicherweise hast du es schon einmal ausprobiert. Zu empfehlen ist es allemal!Die Lehre der Akupunktur ist allerdings nur ein kleiner Abschnitt innerhalb der TCM, denn sie umfasst sehr viel mehr.Der Begriff der TCM für sich allein betrachtet, ist nichts weiter als eine Abgrenzung zu anderen gebräuchlichen und erprobten Heilverfahren, wie du sie überall auf der Welt findest. Und ein Korpus dieser ist das Prinzip der Organuhr.

Die Organuhr ist ein Leitsatz

Beziehungsweise eine Struktur, derer du und ich uns bedienen können, um den eigenen Körper zielgerichtet in dessen Funktionen zu unterstützen.Hiermit meine ich Funktionen wie: Schlaf- und Wachzustand, Temperaturregelung, Schmerzempfindung und vor allem deine Leistungsfähigkeit!Allerdings lassen sich auch Störungen oder gar Erkrankungen in deinem Körper anhand der Organuhr kristallisieren, nämlich je nachdem, wann bestimmte Beschwerden oder Symptome auftreten, da jedem Organ eine Uhrzeit zugewiesen ist.Im Wesentlichen geht es bei der Betrachtung der Organuhr um deinen täglichen Energiekreislauf, der all deine Organ einschließt und im Wechsel mit aktiven und passiven Ruhephasen einhergeht.Stell’ die Organuhr in deinem Alltag vor:Der Wecker klingelt und du stehst auf, doch du bekommst die Augen noch nicht richtig auf, weil deinem Körper wesentliche Energie fehlt.Es ist vielleicht noch dunkel, je nach Jahreszeit.Du gehst in die Küche und machst dir einen Kaffee.Du reibst dir die Augen, denn es ist noch früh am Morgen und so richtig motiviert bist du auch noch nicht.Es wird ein langer Tag und so machst du dich im Bad fertig, während die Kaffeemaschine, wahlweise der Wasserkocher blubbert.Zehn oder zwanzig Minuten später bist du frisch geduscht, hast dir die Zähne geputzt und fühlst dich im Wesentlichen schon vitaler.Nun noch schnell eine Tasse Kaffee getrunken und vielleicht die Nachrichten studiert und schon geht es los:Die Arbeit ruft!Du ziehst deine Schuhe und je nach Jahreszeit eine Jacke an und verlässt das Haus, um wenige Zeit später an deinem Schreibtisch auf Arbeit zu sitzen, oder dort, wo auch immer du arbeitest.Noch immer bist du nicht so richtig wach, doch im Laufe der nächsten Stunden wird deine Konzentration einen bekannten Höhepunkt erreichen.In der Regel passiert dies um die Mittagszeit, und ebenso schnell wie dein Fokus steigt, wird dieser im Laufe des Nachmittags wieder sinken.Zum Feierabend packst du deine Sachen ein und gehst nach Hause.Der allgemeine Berufsverkehr raubt dir zusätzliche Energie und du freust dich darauf, einfach nur die Füße hochlegen zu können!Sofern dir dies möglich ist, denn womöglich musst du erst noch deine Kinder aus dem Kindergarten abholen, oder ein paar Lebensmittel einkaufen, oder zur Post oder, oder, oder.Und kommen wir nun zu wesentlichen Fragen:Inwieweit ist dein Körper mit deinem Leben im Einklang?Inwieweit bist Du mit deinem Leben im Einklang?Verspürst du einen Einklang zwischen Dir und der Natur oder auch deiner Umwelt?Ja? Nein? Vielleicht?Hast du jemals über diese Fragen nachgedacht?Nein!?Ist nicht tragisch, denn in der Traditionellen Chinesischen Medizin ist dies bereits passiert.

Ein Ergebnis dieser Überlegungen ist die Organuhr.

Sie terminiert in gewisser Hinsicht den natürlichen Biorhythmus in Bezug auf Tag und Nacht.Wobei dieser alltägliche Zyklus mit der Funktion deiner Organe gegenübergestellt wird.In diesem Zusammenhang ist für dich wichtig zu wissen, dass Organe in der TCM nicht ausschließlich als solche betrachtet werden.Der Begriff Organ umfasst deutlich mehr als lediglich Zellstrukturen und spezifizierte Aufgaben.Wir werden uns dieser Vielschichtigkeit im weiteren Verlauf noch annähern, doch zusammenfassend sei gesagt, dass Organe nicht nur auf ihre Funktionsfähigkeit minimiert werden, sondern um deine Stimmung, ja, dein gesamtes Wohlbefinden erweitert.Es ist kein Zufall, dass du im Laufe des Tages stetig an Energie verlierst und dass sich dies am Abend, je länger dieser voranschreitet, als Müdigkeit widerspiegelt.Nur um ein Beispiel zu nennen, wie dein Körper mit dir kommuniziert und er tut dies anhand klarer und eindeutiger Signale, auf die du vielleicht noch gar nicht bewusst geachtet hast.

Aktivphasen und Passivphasen in der Organuhr

Du kennst deinen Alltag. Halte ihn dir einmal vor Augen.

Du kennst die Hochphasen deiner Energie und du weißt, wann dein Tag sich unendlich lang anfühlt und die Stunden einfach nicht vergehen wollen. Das ist dein beruflicher Alltag und auch dein Körper besitzt einen solchen.Die Organuhr ist also sinnbildlich eine Beschreibung des beruflichen Alltages deines Körpers, genau genommen deiner Organe.

Jedes Organ für sich besitzt seinen festen Tag- und Nachtrhythmus

Und wie lang ist der Arbeitstag deiner Organe? Wie sieht so ein Arbeitstag konkret in Bezug auf die Organuhr aus?

Laut der TCM gibt es für jedes unserer Organe ein fest definiertes Zeitfenster am Tag, wo besonders viel Energie durch die sogenannten Meridiane fließt, die wiederum mit bestimmten Organen verbunden sind.

Kurzum: Es wird ein Zeitrahmen definiert, in dem das eine oder andere Organ besonders stark durchblutet ist und somit leistungsstärker arbeiten kann. Dieser fest definierte und keineswegs zufällige Zeitrahmen umfasst pro Organ zwei Stunden, wobei die dazugehörige Ruhephase ca. zwölf Stunden einsetzt.

Zum Beispiel die Leber

Sie arbeitet im Zeitraum von 1 Uhr bis 3 Uhr in der Nacht und erholt sich ca. zwischen 13 Uhr und 15 Uhr am Tag. Ein sehr kurzer Arbeitstag, aber ein sehr kraftvoller und sensibilisierter dazu.

Und was bedeutet diese Zeitspanne für deinen Alltag?

Nachts kannst du mit Hilfe von bekannten Leberwickeln die Leistung eben dieser unterstützen (Durchblutung und Entgiftung werden gefördert) und am Tag kannst du in der Phase der Ruhe darauf achten, dass du besonders fettiges Essen vermeidest – deine Leber hat in dieser Phase schlichtweg nicht genügend Energie, die Entgiftung wird verlangsamt und zusätzlich fettiges Essen führt nur dazu, dass du dich im Allgemeinen müde fühlst und deiner Leber Energie entzogen wird, weil du sie zum Arbeiten zwingst.

Und unter Zwang können du und ich auch nicht konzentriert arbeiten.

Wir sprachen bereits über Zufälle und es ist kein Zufall, dass sich alltägliche Rituale ganz von allein bei dir etabliert haben:

Der morgendliche Gang zur Toilette, zum Beispiel. Bevor du nun den Knopf der Kaffeemaschine drückst oder danach. Wenn du einmal darauf achtest, wirst du feststellen, dass gewisse Signale stetig immer im gleichen Zeitraum auftreten.

Und warum ist dies so?

Auch deine Organe müssen einmal ruhen.

Es ist also ein Wechsel zwischen starker und schwacher Aktivität gegeben und im Folgenden werde ich dir erzählen, wie es dir selbst möglich ist, diesen Rhythmus punktuell und zielgerichtet zu unterstützen.

Als kleine Unterstützung habe ich dir eine Tabelle zusammengefasst, in der du dir die Aktiv- und Passivphasen der Organe jederzeit ansehen kannst:

organuhr aktiv und passiv phasen
Störungen auf der Organuhr – Disharmonien erkennen; Maßnahmen ergreifen

Ich möchte vorwegnehmen, dass die Organe in deinem Körper an einen Rhythmus gebunden sind, den die Natur vorgibt: in Aktivitätsphase, Funktion und auch Nutzen.

Betrachte die Arbeit deiner verschiedenen Organe als einen routinierten Alltag, der sich jeden Tag aufs Neue wiederholt und nur einwandfrei funktioniert, wenn nichts aus dem Takt gerät.

Dein Körper ist es gewohnt, nachts zu ruhen und am Tag Höchstleistungen aufzubringen und so wird der Organismus bereits aus dem Takt gebracht, wenn du einen ungewohnten Tag-Nacht-Rhythmus verfolgst oder von heute auf morgen die Nacht zum Tag machst und den Tag zur Nacht.

Der natürliche Rhythmus kommt aus dem Gleichgewicht und dies mag sich vielleicht erst einmal harmlos anhören, allerdings können dadurch weitreichende Schäden verursacht werden, wenn du dauerhaft in diesen Takt eingreifst.

Stress, Gereiztheit, Unausgeglichenheit, Depression und grundlegende Überforderung sind nur einige Folgen oder auch manchmal nur erste Schlüsselreize, wenngleich jene, die deinem Körper sehr viel Energie rauben können und die Energie deines Körpers ist nicht unendlich.

Im Übrigen hat nicht nur der Schlafrhythmus positive wie negative Folgen für deine innere Uhr, sondern letztlich auch allerlei Umwelteinflüsse, wie die Zeitverschiebung, der Klimawandel und auch der steigende Druck innerhalb der Leistungsgesellschaft, in der du und ich leben.

Solltest du derlei Anzeichen in deinem Alltag bemerken und besonders einfach macht es dir dein Körper in dessen Kommunikation, wenn die Symptome stets zur gleichen Zeit auftreten, ignoriere diese bitte nicht, sondern hinterfrage sie.

Die Organuhr ist dabei ein wichtiges Hilfsmittel, welches dich dabei unterstützen kann, deinen Biorhythmus wieder herzustellen oder überhaupt erst einmal zu erkennen, wodurch diese Störungen überhaupt ausgelöst werden

Das soll bedeuten, welches Organ sich schwer tut mit seiner Arbeit, wobei dies nach dem Prinzip von Yin und Yang, welches ich später noch beleuchte, wiederum Auswirkungen auf den gesamten Organismus hat.

Dass unsere Organe funktionieren, wie wir es gewohnt sind und somit deinen gesamten Körper am Leben halten, ist von der Natur gewollt und in einem überlebenswichtigen Ideal revolutioniert worden.

Die Organuhr hilft dir, Disharmonien zu erkennen, damit die entsprechenden Gegenmaßnahmen in deinem Alltag einleiten kannst, um zurück zur natürlichen Harmonie zu finden.

Ist dein inneres Gleichgewicht gestört, wirkt sich dies auch auf physische wie psychische Funktionen aus. Unterstützen kannst du diesen Kreislauf, sofern du die Ursache erkannt hast, durch eine Reihe von Maßnahmen:

Stimulation der Meridiane, die deine Organe durchfließen oder der Organe selbst, die Einnahme von Arzneien nach der TCM oder auch das Trinken von Tee oder die Anwendung von Meditation oder du lässt das potenziell betroffene Organ einfach von einem Arzt untersuchen.

Je nachdem, wann die Maßnahmen eingesetzt werden, wirkt sich dies bestärkend auf das entsprechende Organ aus und das wiederum führt zu einer maximalen Energieauslastung/- versorgung.

Und ebenso funktioniert dieses Prinzip, wenn es darum geht, deine Organe zu entlasten, dies bedingt dadurch, dass jedes der zwölf Organe auf der Organuhr eine Hochphase und eine Tiefphase hat, worüber ich bereits geschrieben habe.

Der Zyklus des Lebens

Wenn ich an die Traditionelle Chinesische Medizin denke, fallen wir zuerst Schlagworte ein, wie: Ying und Yang, Qi, Meridiane.

Denke ich an die Organuhr, so fallen mir Begriffe ein, wie: Motto, Monate, Elemente der Natur, Jahreszeiten und auch Himmelsrichtungen, und zwar für jedes Organ separat betrachtet!

Da dies sehr komplex sein kann und noch längst nicht alles ist, was mir zum Thema Organuhr einfallen würde, habe ich eine kleine Auswahl für dich zusammengestellt, in der wir die wesentlichen Punkte unserer Reise beleuchten – wichtige Elemente der TCM und auch wichtige Elemente der Organuhr, die an anderer Stelle ausführlich noch einmal betrachtet werden, damit du alles auf Anhieb im Überblick hast.

Jedem Organ auf der Organuhr ist ein Motto übergeordnet, eine Art Arbeitsthema, welches die Funktion und den Nutzen des jeweiligen Zeitabschnittes, in dem das Organ Höchstleistung erbringt, am besten umreißt.

Vielleicht kannst du dir darunter noch nichts vorstellen, oder weißt nicht genau, was ich meine – macht nichts!

Ich habe im weiteren Verlauf meiner Ausführungen alle Organe der Organuhr aufgeschlüsselt und separat nach Tageszeit beleuchtet und in diesem Zusammenhang entsprechend das Thema der Zeitspanne evaluiert, einfach, um es dir leichter zu machen in die Materie einzutauchen.

Das Grundprinzip jeder Bewegung – Yin und Yang

„Die schönste Harmonie entsteht durch Zusammenbringen der Gegensätze.“Heraklit

Yin und Yang, das Gegensatzpaar – zwei Begriffe aus der chinesischen Poesie, die gegensätzliche Kräfte oder Prinzipien beleuchten, die in einer ausgewogenen Harmonie zueinanderstehen, sich aufeinander beziehen oder miteinander arbeiten, um ein ideales Gleichgewicht herzustellen.

Kurzum:

Die Organuhr - Das Grundprinzip jeder Bewegung – Yin und Yang

Der Energiefluss Qi und die zwölf Meridiane

Luft, Energie, Atem, Wind, Lebensenergie, Lebenskraft: All dies bezeichnet in der TCM das Qi. Fließende, unsichtbare Leitbahnen, die deinen Körper umhüllen, die durch ihn hindurchfließen und deine Seele nähren.Eine chinesische Weisheit besagt:

„Wenn Licht in der Seele ist, ist Schönheit im Menschen.“

Ist dein Geist gesund, ist dein Körper gesund und ist dein Körper gesund, so ist es auch dein Geist. Die Lebensenergie Qi ist etwas, dass du nicht greifen kannst, es ist etwas Unfassbares, was du nicht sehen kannst, aber fühlen, wenn du einmal in deinen Körper hinein lauschst.Im nächsten Absatz möchte ich dir kurz und knapp vom Qi erzählen, davon, wie diese Energie durch deine Organe fließt und diese beeinflusst.Auch die Europäer wussten um diese Zusammenhänge und der römische Dichter Juvenal sagt es mit diesen Worten„Mens sana in corpore sano“ – „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“.

Die Lebensenergie Qi

Die Abstraktion des Begriffes ‚Qi‘ beschreibt den ständigen Fluss von Energieleitbahnen, die unmittelbaren Einfluss auf deine Gesundheit haben können.Qi ist ununterbrochen in Bewegung, führt Veränderungen herbei und erhält den optimalen Status quo.Ist dieser Fluss gestört, stagniert dieser oder verlangsamt dieser sich lediglich, führt dies laut TCM unweigerlich Störungen der aktiven und passiven Vorgänge in deinem Organismus.Beispielsweise Muskelverspannungen, oder Schmerzen in der Bewegung, können durch deinen Stau des Qi zurückzuführen sein – durch Massage oder Akupunktur kann diese Stagnation gelöst werden, so dass die Energieleitbahnen wieder ungehindert fließen.

Wenn das Qi fließt, verschwindet der Schmerz.

Du bemerkt vielleicht, es ist nicht leicht eine permanente, alles umfassende Definition für das Qi zu finden. Auch für die Chinesen hat Qi keine feste Definition, denn es ist eine ständig fließende und sich wandelnde Größe.So gibt es in der TCM aber dennoch zwei grundlegende Quellen des Qi in deinem und meinem Körper:

  • Das Ursprungs-Qi oder auch das vorgeburtliche Qi, welches bei der Zeugung von den Eltern an das Kind übergeben wird.

In der Theorie geht die TCM davon aus, dass das Alter eines Menschen unmittelbar davon abhängig ist, wie viel Qi er von seinen Eltern überlassen bekommen hat und vor allem, wie gleichmäßig Qi fließt.Andere Faktoren, wie Ernährung, Bewegung und innere Balance unterstützen das Qi und tragen somit zu einem gesunden und langen Leben bei.Neben dem vorgeburtlichen Qi gibt es so dann noch:

  • das nachgeburtliche Qi, welches du und ich täglich benötigen, damit der Organismus funktioniert und optimal arbeiten kann.

Das ist vergleichbar mit allen wichtigen Mineralstoffen, die dein Körper benötigt. Nicht durch diese wichtigen Nährstoffe kannst du über aufgenommen Nahrung ziehen, sondern ebenso dein täglich benötigtes Qi.Ebenfalls erneuert sich dieser Faktor über deine Atmung, über ausreichenden und erholsamen Schlaf und auch Sonnenlicht.Ich schrieb bereits darüber:

„Wenn Licht in der Seele ist, ist Schönheit im Menschen.“

All dies ist natürlich über alle Maßen theoretisch, weswegen ich kurz versuchen möchte, dir das Wesen des Qi bildhaft zugänglich zu machen:Stelle dir das nachgeburtliche Qi wie einen Akku vor, der sich im Laufe deines Alltages leert und füllt. Du stehst am Morgen auf und gehst zur Arbeit. Je nachdem, wie erholsam dein Schlaf in der vergangenen Nacht war, ist dein Qi gut genährt oder eher mittelmäßig bis schlecht.Auf Arbeit steht dein Körper unter Anspannung, du bist gestresst und die Luft im Raum ist zudem unglaublich dick und abgestanden.Deine Atmung wird automatisch flacher, eben, weil dein Körper unter Stress steht. Zum Mittag gab es lediglich ein schnelles Essen auf der Mikrowelle, was dich sättigt, aber nicht mit ausreichend Energie versorgt, weswegen du auf dem Heimweg noch schnell eine Pizza isst.Am Abend kommst du erschöpft nach Hause und fragst dich, wie du diesen Tag nur überstanden hast – ich mutmaße frech, dass eine Menge Kaffee dabei geholfen hat, den du nicht mit entsprechend viel Wasser ausgeglichen hast.Du bist erschöpft, du bist müde, doch es fällt dir dennoch schwer abzuschalten – dein Kopf fühlt sich träge an und dieses Gefühl trägst du mit ins Bett, was einen unruhigen, kaum erholsamen Schlaf mit sich bringt. Am Morgen, wenn der Wecker klingelt, wiederholt sich dieser Kreislauf.Was ist also passiert?Der Tagesablauf, wie ich ihn beschrieben habe, hat seinen Körper nicht mit ausreichend Energie versorgt, beziehungsweise du hast dein Qi nicht ausreichend mit Energie gefüttert.Fertigprodukte, fettige Pizza zwischen Tür und Angel, viel zu viel Kaffee und der Stress, ausgelöst durch Leistungsdruck, führen keineswegs dazu, dass dein nachgeburtliches Qi ausreichend aufgefüllt werden kann.Der Akku bleibt, so gesehen, halb leer. Für den Augenblick stellt dies kein Problem dar, denn ist die Energiereserve des nachgeburtlichen Qi aufgebraucht, bedient dein Körper sich einer Reserve, nämlich dem vorgeburtlichen Qi.Ein passender Vergleich hierzu wäre, dass wenn die Hauptstromversorgung in einem Krankenhaus ausfällt, automatisch die Notstromaggregate anspringen und greifen. Dies geschieht automatisch.Je länger dein Körper allerdings am vorgeburtlichen Qi saugen muss, desto geringer werden – logisch – die Reserven mit der Zeit und sind die Tanks leer, ist das Leben laut TCM zu Ende.Mit etwas Glück wird dein Körper dir das nahende Ende anzeigen, doch diese Symptome, die vielfältig sein können (z.B. Müdigkeit, Erschöpfung, Mutlosigkeit, Infektanfälligkeit, Kälteempfindungen, Verlust von Interessen, Taubheitsgefühl), musst du dann auch erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.Ich möchte jetzt nicht chronisch den Teufel an die Wand malen, sondern dir lediglich verdeutlichen, wie immens wichtig es ist, ab und an einmal zu rasten und auf den eigenen Körper zu hören, denn dieser kommuniziert sehr klar und deutlich.

Dein Qi muss gelegentlich immer wieder aufgefüllt werden, ebenso wie der Akku von deinem Smartphone.

Auffüllen kannst du das Qi über die fünf Säulen der TCM, über die ich bereits berichtet habe. Ernährung spielt eine unglaublich wichtige Rolle, nicht nur in deinem Alltag, nicht nur für die Nährstoffversorgung, sondern ebenso für dein Qi.

Yin und Yang sind eine Vereinigung von Gegensätzen, es ist ein Miteinander und kein Prinzip, in dem sich zwei Kräfte bekämpfen.

In der TCM werden Yin und Yang in den Kontext des Werdens und Vergehens gebracht – es geht um einen ständigen Wandel, dem alles im Leben unterworfen, wobei sie ebenfalls zwei Kräfte symbolisieren, welche die gesamte Natur einnimmt.Es heißt, Gegensätze ziehen sich an oder auch, auf eine Aktion folgt eine Reaktion.Ganz einfach erklärt sind Yin und Yang rein symbolisch zu betrachten und durch allerlei Begrifflichkeiten austauschbar – Yin ist ein Indikator auf der Waage des Lebens, Yang dessen Gegenpart.Ähnlich wie zwei Kinder, die auf einer Wippe sitzen, kannst du dir dieses Prinzip einer jeden Bewegung und eines jeden Wandlungsprozesses auch vorstellen:Sinkt Yin herab, führt dies automatisch dazu, dass Yang aufsteigt. Dies gilt für den Gezeitenwechsel als auch für die überlebenswichtigen Prozesse in deinem Körper.Beispielsweise kann der Darm seine Arbeit nicht verrichten, wenn der Magen nicht zuvor den nötigen Speisebrei vorbereitet. Dein Körper ist nicht mehr in der Lage lebenswichtige Nährstoffe aus Lebensmitteln zu extrahieren, wenn der Verdauungsprozess gestört ist oder gar zum Erliegen kommt.Yin und Yang sind nicht spezifisch festgelegt, sondern zeigen lediglich Gegensätze auf, die einander ausbalancieren:

  • Mann und Frau,
  • Nacht und Tag,
  • Sonne und Mond,
  • Energie und Materie,
  • Himmel und Erde,
  • Passivität und Aktivität.

Damit du als Mensch mit der Natur im Einklang leben kannst, musst du dich dem natürlichen Rhythmus von Tag und Nacht stellen bzw. diesem folgen.Für das Leben ebenfalls notwendig sind die Wechsel der Jahreszeiten und so sind Yin und Yang auch ein wichtiger Indikator für die Betrachtung der Organuhr – wenn es darum geht, deine Organe gezielt je nach Tageszeit zu unterstützen.Wie ich bereits feststellte, besitzt jedes deiner Organe am Tag eine Hochphase, also eine Phase, in der höchstmögliche Energie aufgebracht werden kann, während in der gegenüberliegenden Zeit die geringstmögliche Energie vorhanden ist.

Die 12 Organe und die Meridiane

Ich habe dir bereits erklärt, dass der Rhythmus der Organuhr in aktive und passive Zeiten unterteilt ist.Jedes Organ in deinem Körper, welches du in der Organuhr finden kannst, verläuft über zwölf Meridiane (Energieleitbahnen) durch deinen gesamten Körper – auf ein Organ bzw. Organsystem kommt ein Meridian. Diese Meridiane sind Energieleitbahnen des Qi und lassen sich entsprechend der aktiven Phasen zuordnen. Natürlich sind diese Leitbahnen unsichtbar, laut den Ansichten der TCM aber dennoch gegeben.Diese Energieleitbahnen unterstützen deine Organe, je nach Tageszeit, mit zusätzlicher Energie, damit das Maximum aller Funktionen und Aufgaben herausgekitzelt werden kann. Meridiane sorgen also für die zusätzliche Power, damit alle Arbeiten optimal ausgeführt werden können und dein Wohlbefinden somit stabil bleibt. Denn nicht nur deine Organe, sondern auch die Energieleitbahnen können gestört werden, so dass zu wenig Qi durch deinen Körper fließt, was wiederum deine Organe schädigen kann.Wie diese Meridiane verlaufen, werde ich dir in einer kurzen Übersicht aufschlüsseln – weiteres Wissen, was dich auf deinem Weg zur Selbstheilung wohlwollend unterstützen kann! Zuvor sei noch gesagt, dass die zwölf Hauptmeridiane sowohl dem Yin als auch dem Yang zugeordnet werden können, nämlich je nach Fließrichtung.So verlaufen die Yin-Meridiane von den Zehen zum Stamm und vom Stamm zu den Fingern. Im Gegensatz dazu verlaufen die Yang-Meridiane von den Fingern zu deinem Gesicht und von deinem Gesicht zu den Zehen.Anhand der Betrachtung der Meridiane und der dazugehörigen Eigenschaften, die ich dir pro Organ an anderer Stelle ausführlich beschreibe, lassen sich vollständige Rückschlüsse ziehen.

Die Galle - YANG
Die Organuhr - Gallenblasenmeridian

Der Gallenblasenmeridian verläuft fast vollständig durch deinen gesamten Körper. Beginnend in den äußeren Augenwinkeln, verläuft dieser im Zickzack über deine Schläfen, vorbei am Schultergelenk zur Vorderseite deines Körpers bis hin zum Rippenbogen. Von dort aus geht es weiter über den Beckenkamm, entlang der Außenseite deines Beins, wobei der Fluss auf der äußeren Spitze deines vierten Zeh endet.

Die Leber - YIN

Der Lebermeridian findet seinen Ursprung in deinem großen Zeh, genauer am Nagel der Innenseite deines großen Zehs’. Von dort ausgehend, verläuft er über die Innenseite deinen Ober- und Unterschenkel hinauf, wo er schließlich in der Zone deiner sechsten Rippe, noch unterhalb der Brust, endet.

Die Lunge - YIN
Die Organuhr - Lungenmeridian

Unterhalb des Schlüsselbeins beginnt der Lungenmeridian, seitlich an deiner Brustwand und verläuft über deine Arme und deinem Handgelenk bis hin zur Wurzel deines Daumennagels.

Der Dickdarm - YANG

Die Spitze deines Zeigefingers ist der Startpunkt für den Dickdarmmeridian. Dieser zieht sich von dort aus über deinen Arm und die Schulter, wenngleich er neben deiner Nase endet.

Der Magen - YANG

Zentral im Auge beginnt der Magenmeridian. Von dort aus verläuft er über deine Wange zum Hals, hinunter zur Brust und in den Bauch. Fortlaufend durchfließt er den Oberschenkel und das Knie bis zum Fußrücken, ob er schließlich am äußeren Nagelwinkel vom zweiten Zeh endet.

Die Milz - YIN
Die Organuhr - Der Milz-Pankreasmeridian

Der Milzmeridian hat seinen Ursprung an der Innenseite des großen Zehs und von dort fließt er über die Innenseite deines Fußes durch den Unter- und Oberschenkel hinauf bis zu deinem Oberkörper. Von dort aus geht es über die Rippen weiter bis zur Außenseite der Brust und die Achselhöhlen.

Das Herz - YIN
Die Organuhr - Der Herzmeridian

Von der Achselhöhle aus fließt der Herzmeridian über deinen Arm zu deiner Hand, wo er schließlich im inneren Nagelwinkel des kleinen Fingers endet.

Der Dünndarm - YANG
Die Organuhr - Der Dünndarmmeridian

Von der äußeren Spitze des kleinen Fingers, verläuft der Dünndarmmeridian zurück über deinen Arm und die Schulter, bis hin zum Ohr..

Die Blase - YANG
Die Organuhr - Der Blasenmeridian

Einen langen Weg bahnt sich der Blasenmeridian durch deinen Körper. Er beginnt am inneren Lidwinkel deines Auges und verläuft von dort über den Scheitel, sowie den Hinterkopf bis zur Rückseite deines Körpers. Von dort aus geht es weiter: In zwei parallel verlaufenden Bahnen folgt er deinem Rückgrat hinunter zum Gesäß und der Beinrückseite. In deiner Kniekehle finden die beiden Stränge wieder zueinander und verlaufen als eine Leitbahn über den Unterschenkel, über den äußeren Knöchel und enden im Grundglied des kleinen Zehs.

Die Niere - YIN

Von der unteren Seite des kleinen Zehs, kreuzt der Nierenmeridian die Fußsohle und verläuft aufwärts an der inneren Seite deines Unterschenkels über die Innenseite der Kniekehle. Stetig steigend kommt er in der Niere an, wo sich die Laufrichtung nach unten kehrt und der Fluss in der Blase ankommt. Von dort geht es weiter zum Schambein mit erneutem Richtungswechsel hinauf zum Bauch, der Brust, so dann er knapp unter dem Schlüsselbein endet.

Der Herzbeutel/ Pericard - YIN
Die Organuhr - Der Pericardmeridian

Der Pericardmeridian verläuft seitlich deiner Brustwarze über den Oberarm und das Handgelenk, wo er schließlich an der Spitze deines Mittelfingers endet.

Der Dreifacherwärmer - YANG
Die Organuhr - Der Dreifacherwärmer

An der Rückseite des Ringfingers beginnt der Meridian des Dreifach-Erwärmer und verläuft von dort aus über die Hand und den Arm, wie hinauf zur Schulter. Das Ende dieser Leitbahn ist der äußere Rand der Augenbrauen.

Die Partnermeridiane

Neben den zwölf Hauptmeridianen gibt es laut der TCM noch acht Nebenmeridiane, welche allerdings nicht eindeutig zuzuordnen sind. Sie dienen der Unterstützung der Hauptmeridiane und kennen keinen einheitlich geschlossenen Zyklus, wie auf der Organuhr beschrieben.

Ganz nach dem Prinzip von Yin und Yang besitzen auch die Hauptmeridiane spiegelbildliche Partnermeridiane, auch dies habe ich bereits betrachtet, ohne, dass du es mitbekommen hast.

Wird der aktive Höhepunkt eines Hauptmeridians erreicht (aktive Phase des Organs) so befindet sich der korrespondierende Partnermeridian zur gleichen Zeit auf dem niedrigsten Energieniveau. In der Tabelle der aktiven und passiven Phasen kannst du dies noch einmal nachlesen.

Inwiefern ist es aber relevant, dass ich das überhaupt erwähne?

Medizinisch betrachtet lassen sich die Ursachen für Beschwerden nicht immer nur auf dem Hauptmeridian finden – ist deine Suche nach einem Ursprung diesbezüglich erschöpft oder führt nur zu mittelklassigem Erfolg, kannst du einen Blick auf den Partnermeridian werfen. Oder besser ausgedrückt: Du solltest einen Blick auf die spiegelbildlichen Partnermeridiane werfen!

Etwaige Beschwerden oder Symptome können nämlich sowohl den Hauptmeridian als auch den Partnermeridian betreffen, was für eine Heilung oder Genesung unerlässlich zu wissen ist.

Beispielsweise sollten bei Symptomen, die auf eine Störung des Lungenmeridian schließen lassen, nicht nur mit Hinblick auf diesem behandelt werden, sondern zusätzlich noch mit Betrachtung des Blasenmeridian als korrespondierenden Partner.

Die Organuhr - Die 5 Elemente

Neben der Lehre des Yin und Yang gehört zu den fundamentalen Säulen der TCM ebenso die Lehre der fünf Elemente. Diese fünf Elemente lassen sich laut der TCM in ebenso sämtliche Dinge einteilen und damit verknüpfen, wie auch das bereits ausgeführte Prinzip von Yin und Yang – die Fünf-Elemente-Lehre geht so dann aus diesem hervor und so stehen auch die fünf Elemente der Natur nicht ohne jede Beziehung zueinander, sondern wirken ebenfalls wechselwirkend und vor allem in einem wiederkehrenden Zyklus.Die fünf Grundelemente der TCM sind

  • Holz,
  • Feuer,
  • Erde,
  • Metall,
  • Wasser

Das Element des Feuers ist so dann dem Yang zugeordnet, während wir auf Seiten des Yin das Wasser finden. Auch lassen sich beide gleichzeitig einem Element zuordnen: Erde ist sowohl Yin als auch Yang, da dieses Element vor allem durch Wandlung gekennzeichnet ist.Wobei alle Elemente gleichermaßen für den Zyklus des Werdens und Vergehens stehen, welches bereits in Vereinigung der Gegensätze eine wichtige Rolle eingenommen hat. Doch warum spreche ich darüber?Die fünf Elemente bedeuten präziser übersetzt: Die fünf Wandernden. Wie ich bereits schrieb, stehen diese in einer harmonischen Wechselwirkung zueinander, wobei verschiedene Zyklen an diesen beteiligt sind.

die 5 Wandernden

Alle von mir vorgestellten Säulen der TCM lassen sich unmittelbar in der Organuhr wiederfinden, denn so sind dort sind nicht nur die Organe einander gegenübergestellt, sondern ebenso wurden die fünf Elemente diesen zugeordnet und sind somit fest etabliert in der Darstellung der Organuhr.

Gerade bei der Betrachtung von psychischen oder emotionalen Prozessen findest du eine Reihe von elementaren Verbindungen, die einer etwaigen Behandlung aufgrund von Störungen sehr zweckdienlich erscheinen kann.

Um dies zu verstehen, müssen du und ich uns für einen kurzen Augenblick von der klassischen Darstellung der fünf Elemente lösen, denn in der Organuhr sind die Elemente anders aufeinander aufbauend, wenngleich konträr dargestellt.

Zudem beginnt der Zyklus des Lebens anhand der fünf Elemente bei der Lunge.

Anhand der Darstellung der Tabelle, in der die Organe der Organuhr den fünf Elementen zugeordnet sind, ergeben sich drei unterschiedliche Zyklen.

Lesen du und ich die Organuhr im Uhrzeigersinn, von links nach rechts, ergibt sich der Ernährungs-/Bildungszyklus, was bedeutet, dass ein Element das nachfolgende Element stärkt beziehungsweise, anders ausgedrückt, ernährt.

In gegensätzlicher Richtung, von rechts nach links gegen den Uhrzeiger, kannst du den Schwächungs-/Zerlegungszyklus betrachten, was bedeutet, dass ein Element das vorherige Element schwächt.

Zuletzt gibt es auch noch eine Betrachtung in gekreuzter Richtung, woraus sich Kontrollzyklen beziehungsweise Beziehungen ergeben. Zur Veranschaulichung: Feuer kontrolliert Metall, Erde kontrolliert Wasser, Wasser kontrolliert Feuer.

So ergeben sich eine Reihe von wichtigen Zusammenhängen, aber auch Abhängigkeiten zwischen und zu den einzelnen Organen, zumal die fünf Elemente jeweils noch mit speziellen Eigenschaften belegt sind.

Und dies ist auch einer der Gründe, warum die TCM den menschlichen Körper ganzheitlich betrachtet und auch ganzheitlich behandelt: Es geht um die Behandlung von Körper und Geist.

Ich habe die Organe der Organuhr bereits den fünf Elementen zugeordnet. Nun betrachte ich die speziellen Eigenschaften der Elemente, die in der TCM gleichwertig betrachtet werden.Jedes Organ beziehungsweise jeder Meridian erhält nicht nur ein Motto, welche ich im nächsten Absatz ansprechen möchte, sondern jedem Organ sind zusätzlich

  • eine Emotion (von denen gibt es in der TCM sieben Stück),
  • ein Sinnesorgan, ein Geschmack,
  • ein Element (habe ich bereits aufgelistet),
  • ein Monat
  • sowie eine Jahreszeit zugeordnet.

Zugeordnete Monate und Jahreszeiten stimmen hierbei allerdings nicht immer überein, was im Grunde auch nur unterstreicht, dass dein Körper ein überaus komplexer Organismus ist.Warum ist dies wichtig?Diese spezifische Darstellung von Eigenschaften ermöglicht es dir anhand der Organuhr und dem umfangreichen Wissen darum, ebenso spezifische Zusammenhänge in deinem Körper zu erkennen und vor allem Störungen, welche sie in umfangreichen Kausalitätsketten zeigen können.Die Elemente habe ich dir bereits vorgestellt, die aktiven und passiven Phasen habe ich ebenfalls schon beleuchtet. Wie sieht es mit den Jahreszeiten und Monaten aus? Bekannt ist, dass es vier Jahreszeiten gibt:

Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Gelegentlich unterteilt man einzelne Jahreszeiten noch in verschiedene Stufen, beispielsweise Spätsommer, Frühherbst, Spätherbst.Dass auch die Organe in der TCM jeweils einer Jahreszeit zugeordnet ist, hat den Hintergrund, dass klimatische Veränderungen ebenfalls Einfluss auf unseren Körper und unser Wohlbefinden haben – Winterdepression ist nur ein Beispiel, was darauf schließt, dass die Organe, die dem Winter zugeordnet werden, in diesen Monaten besondere Zuwendung erfahren sollten, eben auch, weil spezifische Emotionen diese schwächen.Ich sagte es bereits, es ist komplex, weswegen ich diese Thematik lediglich umreißen möchte.Der Frühling, oder auch mit Beginn des Frühjahres erwachen nach einem harten, kalten und düsteren Winter die Lebensgeister in uns. Die Phase des Frühlings gilt im Allgemeinen als eine Phase des Erwachsenen und Organe, die dieser Periode des Jahres zugeordnet sind, nehmen die etwaige Unterstützung deinerseits besonders gut an.

Organe, des Frühjahrs - die Gallenblase und die Leber.
Die Organuhr - Leber

Passend dazu ist die Galle noch dem Monat Dezember zugeordnet, sinnbildlich dessen, dass sich im Dezember das Jahr dem Ende neigt und die Menschen wortwörtlich in den letzten Tagen des Jahres unabgeschlossene Angelegenheiten erledigen sollten. Der Dezember ist also eine Phase der Entscheidungen und des Wachstums.

Orgahnuhr - Gallenblase

Darauf aufbauend wird die Leber dem Monat Januar zugeordnet. Nach dem Jahreswechsel sind die Sinne geschärft und du fokussierst dich auf die Pläne für das kommende Jahr. Du kannst deine Gedanken zurücksetzen und diese neu ausrichten.Wut und Zorn sind Emotionen, die den Organen des Elements Holz zugeordnet werden, also der Gallenblase und der Leber.Hintergrund dessen ist, dass laut TCM die Lebensenergie Qi durch Zorn oder Wut aufsteigt. Der Blutdruck steigt und du bekommst vor lauter Wut einen roten Kopf.Du wirst aufbrausend und gelegentlich auch laut. Das Adrenalin schießt durch deinen Körper und dein Körper steht unter Stress. Du kennst bestimmt den Ausspruch: „Mir ist eine Laus über die Leber gelaufen.“Betrachte diesen Ausspruch wortwörtlich, denn Emotionen Wut, Zorn, Eifersucht und Ärger schädigen nach den Ansätzen der TCM deine Leber und daraus ergeben sich nicht nur Kopfschmerzen und Drehschwindel, sondern auch Entzündungen der Gesichtsnerven oder der Bindehaut, Bluthochdruck, sondern ebenso eine Schilddrüsen-Überfunktion.Das heißt: Die aufgezählten Emotionen für Leber und Galle schwächen die Organe, können aber durch entgegengesetzte Emotionen positiv bestärkt werden.Diese sind Kreativität, Großzügigkeit, Freundlichkeit und auch Tatendrang – alles Emotionen und Empfindungen, die man zu Neubeginn eines Jahres häufig antrifft.

Die Organe des Sommers – Feuer der Leidenschaft
Die Organuhr - Das Herz

Auf den Frühling folgt der Sommer und somit die wärmste Zeit des Jahres. Der Sommer ist eine Zeit der Lebensfreude und der Vitalität. Dein Geist erholt sich nach dem tristen Winter und ein wenig mehr Sonne ist wohltuend für dein Gemüt.

Die Tage werden länger, die Tage werden wärmer und genau das bringt die Lebensenergie wieder so richtig in Schwung!

Die Orgahnuhr - Dünndarm

Du fühlst dich lebendig und vor allem der Sommer ist die Zeit des Jahres, in der du besonders viel an der frischen Luft bist und allerlei Aktivitäten unternimmst.

Die zugeordneten Organe sind der Dreifach-Erwärmer, das Pericard, der Dünndarm und das Herz.

Kurzum: Es sind die Organe des Feuer Elements.

Und dem Element Feuer, und damit diesen Organen, ist die Emotion der Freude zugeordnet, wobei es laut TCM zwei verschiedene Arten von Freude gibt – zum Einen die Freude, die dein Herz sinnbildlich erstrahlen lässt und zum anderen Freude im Sinne von Begierde, Raserei und Ekstase, die schädlich für deine Organe sind, weil sie beispielsweise den Qi-Fluss beschleunigen und somit dein Herz aus dem Takt bringen. Und wenn das Herz nicht mehr optimal arbeitet, ist der ganze Organismus betroffen.Herzrasen ist nur eine Folge dessen, doch ebenso auch Schlafstörungen, innere Unruhe, Nachtschweiß oder, dass deine Sprache sich überschlägt, du spontan lachen oder viel kichern musst.Wenn ich an meine Jugendzeit zurückdenke, kann ich mich gut daran erinnern, dass ich immer viel gelacht habe, manchmal sogar über Stunden, wenn Freunde zu Besuch waren. Mein Körper war in diesen Stunden in einen dauerhaft erregten Zustand, im Sinne der Ekstase.Ich erinnere mich auch daran, dass ich in meiner Jugendzeit so viele Träume und Wünsche hatte, dass ich damit unzählige Bücher hätte füllen können, im Sinne der Raserei. Besondere Vorfreude und Aufregung führte bei mir gern dazu, dass ich nachts nur schlecht schlafen konnte, im Sinne der Begierde.Vielleicht kannst du dich auch an solche Phase erinnern oder vielleicht sind diese Phasen brandaktuell für dich. Wenn dem so ist, versuche einmal mit Liebe und Gelassenheit dagegen zu wirken. Zügele deine Ungeduld und sage dir, was passieren soll, wird passieren, wenn es soweit ist.

Auf den Sommer folgt der Herbst.  … Stop …!

Die Organuhr - Milz

Zunächst betrachte ich noch den Spätsommer, die Zeit der Ernte und der Koordination. Die warmen, sonnigen Tage werden allmählich wieder kürzer und die Vielfalt in deinem Garten wird mehr. Die Natur versorgt uns in dieser Zeit des Jahres mit allem, was unser Körper braucht und dann ist es nicht weiter verwunderlich, dass Milz und Magen dieser Jahreszeit zugeordnet sind, die ebenfalls beide dem Element Erde angehören.

Die Organuhr - Magen

Der Spätsommer ist allerdings nicht nur die Zeit der Ernte, sondern letztlich auch die Zeit der Sorge und des Grübelns, weswegen der Milz und dem Magen auch diese Emotionen zugesprochen werden. Dass diese beiden Empfindungen deinem Körper nicht guttun, muss ich wohl nicht extra erwähnen.

Es ist niemals gut, etwas zu Zerdenken oder deinen Sorgen allzu viel Raum und Platz zu geben, um sich zu entfalten:

Du machst dich damit nur selbst verrückt und laut den Prinzipien der TCM führen diese Emotionen zu übermäßiger Nässe in deinem Körper und verknoten dein Qi.

Nässe ist sowohl sinnbildlich auch als wortwörtlich zu nehmen: Breiiger Stuhl oder Durchfall, Wassereinlagerungen oder Neigung zu Kälte in Füßen und Händen sind die wortwörtlichen Symptome von zu viel Nässe im Körper, während Traurigkeit, Depression und Müdigkeit eher zu den sinnbildlichen Anzeichen gehören. Sinnbildlich deshalb, weil die Nässe in deinem Körper dazu führt, dass deine Gedanken ‚vernebelt werden‘ und du diese schlichtweg nicht mehr klar lenken kannst.

In diesem Sinne kann ein Teufelskreis entstehen, denn wenn du jemand bist, der viel und oft grübelt oder in den eigenen Sorgen ertrinkt, so greifst du möglicherweise als Folge dessen oft zu Süßigkeiten, denn diese pushen deine Emotionen und auch deine Motivation – oder aber legen sich einfach nur für einen Moment über deinen Frust, obgleich das leider nur zu noch mehr Nässe und/oder zu Gewichtszunahme im Körper führt.

Um dem entgegenzuwirken, solltest du darauf achten, dass dein Geist ausgeglichen ist. Versuche Mitgefühl in der einen oder anderen Situation aufzubringen, also, deinen Blick einmal über den Tellerrand zu bewegen, auch, wenn es dir schwerfällt.

Auf eine Stunde des Grübelns sollte eine Stunde der Leichtigkeit folgen. Belaste deinen Geist nicht dauerhaft, denn dies wird deine Gesundheit belasten.

Nun denn, wir erreichen nunmehr den Herbst.

Die Organe des Herbsts – Zeit des Loslassens

Stell’ dir vor, dich erreicht eine schlechte Nachricht. Deine erste Reaktion ist, dass du es nicht glauben kannst oder es nicht glauben willst.

Das Atmen fällt dir schwer, dir mangelt es an Worten, die beschreiben könnten, was gerade in dir vorgeht. Vielleicht bleibt dir auch die Luft weg. Du bist gezwungen, loszulassen. Und eben dies ist das Thema dieser Jahreszeit – der Herbst ist eine Zeit des Loslassens und der Reinigung.

Die Tage werden wieder deutlich kürzer, der Wind frischt auf, die sonnigen Tage werden weniger und die kalte Jahreszeit klopft an Fenster und Türen.

Du findest dich damit ab, dass der Sommer vorbei ist und dass sich dein Alltag nunmehr wieder ändern wird, denn die Badesaison ist vorbei und auch die unzähligen Cafés an den Straßen werden die Außenterrasse nach und nach abbauen.

Es ist an der Zeit den Sommer gehen zu lassen und vielleicht macht dich das ein wenig traurig oder du verspürst so etwas wie Kummer.

Organuhr - Lunge

Trauer und Kummer, eben dies sind die Emotionen des Herbsts, dem die Elemente des Metalls zugeordnet sind: Lunge und Dickdarm. Sowohl Leber als auch Dickdarm lassen in ihrer Funktion täglich etwas gehen – nämlich all die Stoffe, die unserem Körper schaden oder die nicht verarbeitet werden können oder benötigt werden.

Die Organuhr - Der dickdarm

Das Eingangsbeispiel, was du dir vorstellen solltest, zeigt sehr eindeutig, wie Trauer und Kummer deine Lunge beeinflusst und zudem wird durch Trauer die Lebensenergie Qi zersetzt. Das betrifft nicht nur Trauer in der Gegenwart, sondern ebenso in der Zukunft, nämlich dann, wenn du dir zu viele schlechte Gedanken und Sorgen über diese machst.

Dass dies deine Lunge reizt, ist genauso eine Folge wie brüchige Nägel und Haare, Gewichtsverlust und auch trockene Haut. Sei mutig und habe Vertrauen in dich und deine Zukunft. Lerne loszulassen und stelle dich neuen Herausforderungen und Verantwortungen, statt vor diesen zu flüchten.

Der Winter - Rückzug und Selbstreflektion

Ich habe bereits angedeutet, dass es in der TCM sieben Emotionen gibt. Zorn, Freude, Sorge, Grübeln und Traurigkeit habe ich bereits zugeordnet, im Sinne dessen, wie diese deine Organe schädigen können und deine Lebensenergie beeinflussen. Zu guter letzt bleiben also noch Angst und Schock, sowie die Organe des Element Wasser, die der letzten Jahreszeit zugeordnet sind: Winter.

Es wird kalt und dass viele Menschen mit der sogenannten Winterdepression zu kämpfen haben, ist bekannt. Dem Körper mangelt es an Energie, auch, weil die Kraft der Sonne nunmehr ihren Tiefpunkt erreicht. Dein Körper ist gezwungen sich anzupassen, um zu überleben und gleichzeitig werden wichtige Funktionen gedrosselt.

Der Winter ist die Zeit der Durchsetzungskraft und der Willensstärke. Im Geiste noch einmal zu betrachten, was du über das Jahr verteilt erlebt hast, welche Erfolge du sichern konntest, stellt das Erbe dar, welches du zum Jahresende hinterlässt.

Wenn dein Energiehaushalt in dieser Phase des Jahres angegriffen ist, einfach, weil dir allmählich die Puste ausgeht, kann dies auch dein Qi zerstreuen und abwärtsrichten. Daher auch der Ausspruch:

„Sich vor Angst in die Hose machen“ oder „Die Knie zittern vor Angst.“

Die Organuhr - Niere

Angst ist die letzte Emotion, die uns noch fehlt und sie hat Einfluss auf die Organe, welche dem Winter zugeordnet sind: Niere und Blase.

Ganz egal, in welcher Form sich Angst und Schock äußern, ob nun situativ oder deine Existenz betreffend, in jedem Fall lähmen sie deine Niere und schwächen deine Lebensenergie.

Die Organuhr - Blase

So kommt es, dass beispielsweise Menschen mit schwachen Nieren dazu neigen, ängstlicher zu reagieren als andere.

Mit der Schwächung deiner Niere gehen Schmerzen im Bereich der Lenden einher. Das Herz ist betroffen oder du hast häufig auftretende Muskelzuckungen oder zittrige Beine.

Angst lähmt deinen Körper!

Und ist dein Körper gelähmt, werden viele Prozesse heruntergefahren, um Energie zu sparen und an jenen Stellen bereitzuhalten, die für das Überleben elementar wichtig sind.

Was also tun, wenn Angst dich beherrscht?

Dein Körper und auch dein Geist müssen Gelegenheit bekommen sich zu regenerieren. Nimm’ dir einmal regelmäßig ganz bewusst Zeit nur für dich. Ein wärmendes Bad können innere Angstzustände lösen oder auch ein gutes Buch.

Es geht vor allem darum, abzuschalten und deine Gedanken sanfter werden zu lassen.

Hab keine Angst vor richtungsweisenden Entscheidungen, sondern betrachte die eine oder andere Situation eher pragmatisch und gelassen.

Zieh’ dich aus dem schnelllebigen Alltag zurück, lediglich für ein paar Minuten oder Stunden und lass’ Stille auf deinen Geist wirken.

Tu nur dir selbst etwas Gutes!

Für deinen Merkzettel …

Die Organuhr - Merkzettel

Wir leben in einer schnelllebigen und überaus rasanten und stressigen Welt, in der dein Körper und auch deine innere Uhr täglich starken Belastungen ausgesetzt sind.

Der Takt dieser Uhr droht dann und wann aus dem Gleichgewicht zu geraten und auf Dauer würde dies zu erheblichen Schädigungen deines Organismus führen.

Ich habe bereits ausführlich über den Schlüssel deiner Selbstoptimierung berichtet und nunmehr werde ich dein Wissen dahingehend erweitern, dass wir über die verschiedenen Organe auf der Organuhr sprechen. Fundiert eingesetzt kannst du deinen Alltag damit effizienter und vor allem gesünder gestalten, einfach auf Grundlage dessen, dass du wissen wirst, welches Organ zu welchen Zeiten die höchste Aktivität vollbringt.

Das wird es dir erleichtern, eventuelle Störungen in deinem Energiefluss auszumachen oder auch markante Beschwerden einem bestimmten Organ zuzuordnen.

Die Organe - innerhalb der Organuhr

Der Dickdarm – Festhalten und Loslassen
Die Organuhr - Der dickdarm

Bitte stell’ dir vor, dass dein Wecker klingelt. Es ist Sommer, ungefähr zwischen 6 Uhr und 8 Uhr am Morgen oder aber Winter, so zwischen 5 Uhr und 7 Uhr am Morgen. In diesem Zeitrahmen fließt die Lebensenergie durch deinen Dickdarm, so dass er seine höchste Leistungsfähigkeit abrufen kann.

Während dein Blutdruck und auch deine Konzentration noch schlummern, wird in deinem Körper das Hormon Kortisol ausgeschüttet, welches zuvor in den Nebennieren gebildet wurde.

Es hilft dir dabei langsam wach zu werden, um in den Tag zu starten, wobei es nicht selten ist, dass der erste Gang am Morgen auf die Toilette führt! Dein Körper möchte sich von unnötigem Ballast befreien, um frisch den neuen Tag zu begehen. Der Dickdarm ist hierbei eine große Hilfe.Innerhalb des Organismus hat der Dickdarm die Aufgaben des Transports und der Ausscheidung von Nahrungsresten, wie auch die Regulierung des Elektrolythaushalts. Es werden in diesem Prozess nicht nur körperliche Belastungen, sondern letztlich auch emotionaler Ballast ausgesondert.So ist es beispielsweise auch kein Zufall, dass Erlebnisse vom Vortrag ausgiebig in der letzten Traumphase verarbeitet werden, nämlich genau dann, wenn der Dickdarm zu Höchstleistungen auffährt.Das Organ symbolisiert in der TCM folglich ein geschmeidiges Wechselspiel zwischen Festhalten und Loslassen oder auch von Loslassen und Reinigung!

Es wird Platz für etwas Neues geschaffen und folgt einem ganz natürlichen Energiefluss.

Ist dieser Fluss gestört oder gerät in ein Ungleichgewicht, können eine Reihe von sowohl körperlichen als auch seelischen Symptomen auftreten. Im Übrigen nicht nur auf Seiten des Verdauungstraktes, da der Dickdarmmeridian über deine Schulter zu deiner Nase läuft, weswegen auch verstopfte Nasen oder Erkrankungen es Zahnfleisch auftreten können.Lass’ dich also nicht von deinen Symptomen irritieren – schau’ auf die Uhr, wann diese auftreten, denn dies kann manches Mal des Rätsels Lösung sein.Körperliche Probleme, die auftreten können, wenn der Energiefluss des Dickdarmmeridian gestört ist, sind:

  • Durchfall
  • Verstopfungen
  • Blähungen
  • Darmkrämpfe und/oder Darmentzündungen
  • Allergien
  • Hautunreinheiten
  • Infektanfälligkeiten
  • Zahnprobleme/Zahnfleischerkrankungen
  • Mundgeruch
  • Verstopfte Nase oder gerötete Nasenflügel
  • Beschwerden der Nasennebenhöhlen
  • Probleme der Lendenwirbelsäule
  • Beschwerden im Knie

Stehst du am Morgen mit einer dicken Nase auf? Jeden Tag? Wirklich jeden Tag und du weißt einfach nicht, was das auslöst!?Nun, vielleicht ist der Energiefluss vom Dickdarm gestört.Dieses Organ ist an einen gewohnten Tagesablauf gewöhnt und reagiert diesbezüglich ganz besonders anfällig auf Veränderungen.Es bietet sich an, dass du deine Mahlzeiten immer zu festen Zeiten einnimmst und nicht allzu stark davon abweichst, und ebenso solltest du auch zu geregelten, gleichbleibenden Zeiten ins Bett gehen.Damit unterstützt du die Entgiftungsarbeit des Dickdarms, genauso wie das Trinken von lauwarmem Wasser und der Verzicht auf Alkohol, Koffein und Nikotin – doch das sind im Grunde die allgemeinen Meilensteine einer gesunden Ernährung und hängen nicht nur mit dem Dickdarm zusammen.Und eben diese gesunde Ernährung ist natürlich auch vorteilhaft für deinen Darm.Bedeutet: Du solltest viel Gemüse essen, Salate und auch mal Reis und Vollkorn, um deinen Dickdarm zu entlasten. Dies lediglich als kurzen Exkurs, denn ich gehe an anderer Stelle noch einmal auf den Aspekt der Ernährung ein.Ebenfalls können Beschwerden in deiner Lendenwirbelsäule ihren Ursprung im Dickdarm haben, weil der viereckige Lendenmuskel, der zur Stabilisierung des unteren Teils deines Rückens dient, zum Dickdarmmeridian gehört.Die emotionalen Folgen einer Störung des Qi im Dickdarmmeridian möchte ich dir natürlich nicht vorenthalten:

  • Geiz
  • Probleme dabei Menschen oder Sorgen loszulassen
  • Melancholie und Traurigkeit
  • Ruhelosigkeit/Rastlosigkeit
  • Gefühl der dauerhaften Anspannung oder Belastung durch selbst auferlegten Druck
Der Magen – Brauchen und Wollen
Die Organuhr - Magen

Kamera? Licht? Aktion!

Du bist jetzt wach, hast deinen ersten Gang zur Toilette hinter dir und somit Platz für Neues geschaffen. Herzlichen Glückwunsch! Der Dickdarm ist entlehrt und so dann schließt die nächste Phase des morgendlichen Rituals an.

Deine Leistungsfähigkeit ist immer noch gering und all die aktiven Hormone, die dein Körper für den Start in den Tag braucht, werden gerade erst so richtig wach. Heißen wir den Hauptdarsteller zwischen 8 Uhr und 10 Uhr – im Winter eher zwischen 7 Uhr und 9 Uhr – willkommen:

Der Magen hat nun seinen großen Auftritt und ist bereit für die Aufnahme, denn die Verdauung läuft bereits zu Höchstformen auf!Wie oft im Leben hast du es schon gehört:

Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages!

Nicht nur eine belanglose Floskel, besonders nicht in diesem Zeitfenster, wo dein Magen aktiv bereit ist, sich ausgiebig seinen Aufgaben zu widmen. Ein wenig Aufmerksamkeit kann man dem Frühstück schon schenken und im Hinblick der TCM sogar ein wenig mehr. So gibt es chinesische Ärzte, die anraten sich nicht bereits beim Frühstück von emotionalen Sorgen beeinflussen zu lassen.

Das heißt im Klartext: Zerdenk’ dein Frühstück nicht! Verzweifel’ nicht und vor allem, grübel’ nicht so viel.

Deine Aufmerksamkeit gilt deinem Frühstück und dies sollte nach den Lehren der TCM am besten warm serviert werden und zudem darf die geistige Ernährung nicht zu kurz auf deinem Speiseplan kommen.Die Zeit des Magenmeridians ist eine Zeit der Aufnahme von Energie und vor allem von Informationen. Es ist eine Zeit der Stabilität und der Ruhe, des Nährens und der Versorgung. Doch übertreibe es nicht, indem du deinen Geist mit zu vielen Nachrichten überflutest und vor allem, achte bitte darauf, was du isst, denn schwer verdauliche Lebensmittel gehören zu dieser Uhrzeit noch nicht auf deinen Teller – dies führt in deinem Körper zu Stress und wenn du zudem noch wenig Zeit am Morgen zur Verfügung hast, führt dies zu noch mehr Stress und eine Folge dessen, ist ein gestörter Energiefluss des Magenmeridians.Also nimm’ dir Zeit am Morgen und gönne deinem Körper ein kleines, energiereiches Frühstück.Körperliche Unannehmlichkeiten einer Störung des Qi können sein:

  • Übelkeit
  • Blähungen
  • Zahnprobleme
  • Gesteigertes Durstempfinden
  • Appetitlosigkeit
  • Mundgeruch
  • Sodbrennen
  • Schulterschmerzen
  • Probleme mit Handgelenken und Ellenbogen
  • Oberbauchschmerzen oder ständiges Aufstoßen
  • trockene Lippen oder entzündete Mundwinkel

Also alles nichts, womit du deinen Tag gern starten möchtest. Trink’ doch statt dem Kaffee einmal einen Tee und stell’ deinen Wecker eine halbe Stunde früher, einfach, um deinen Magen nicht zu überfordern. Und vor allem: Ernährung ist gut, doch nicht immer alles! Vermeide Stress und verfalle nicht in Hektik, weil du eventuell den Bus verpassen könntest, denn eine solch enorme Beschallung des Magen-Meridians kann ebenfalls zu emotionalen Folgen führen:

  • Melancholie
  • Erschöpfung
  • Grübeln, Sorgen, Nachdenken
  • Wunsch nach Zuneigung, der gleichzeitig nicht angenommen werden kann
  • Gier nach Essen
  • Überladen von Schuldgefühlen
  • Schlechtes Gewissen
  • Unerledigtes mit sich herumtragen

Einmal davon abgesehen, dass dein Tag sowieso ruiniert ist, wenn du dich bereits am Morgen derartigem Stress aussetzt.

Die Milz/Pankreas – Denken und Konzentration!
Die Organuhr - Milz

Das Kraftwerk unseres Körpers,

zumindest nach der TCM, ist die Milz. Gemäß dem Nutzen eines Kraftwerkes fördert die Milz dein Leistungshoch und wird zudem bei Störungen des Immunsystem aktiv.

Der Stoffwechsel läuft in der Zeit von 10 Uhr und 12 Uhr – im Winter 9 Uhr bis 11 Uhr – endlich an und kann dich ausreichend mit Energie versorgen!

Gut also, dass du ausreichend gefrühstückt hast, so dass dein Magen beschäftigt war und die Milz nunmehr mit der Arbeit fortfahren kann, in dem er Moleküle aufspaltet, die dein Körper zur Aufnahme benötigt.Ich denke, du erkennst auf Anhieb, dass der Magen und die Milz universell miteinander verbunden sind und ergänzend miteinander arbeiten.Es ist die ideale Zeit, dich ein paar anspruchsvollen Aufgaben zu widmen, beispielsweise geistigen Herausforderungen oder aber du nutzt die Zeit auf Arbeit, um so viele Aufgaben wie nur möglich zu erledigen, denn genau jetzt bist du konzentriert und kannst dein volles Leistungsspektrum abrufen.Und natürlich, ohne dass dir Nachteile entstehen, denn während dein Denkvermögen erhöht wird, ist dein Körper gleichzeitig widerstandsfähiger – denn neben der Spaltung von Molekülen, ist die Milz in diesem Zeitfenster auch eifrig damit beschäftigt, weiße Blutkörperchen zu produzieren.Ein positiver Nebeneffekt ist daher, dass deine Wundheilung schneller voranschreitet und auch deine Körpertemperatur nun ihr Maximum erreicht.Du fühlst dich rundum wohl und so ist dieses Zeitfenster auch ideal für Prüfungen aller Art. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass die meisten wichtigen Prüfungen in exakt diesem Zeitrahmen stattfinden!Kommt es allerdings zu einer Störung in deinem Stoffwechsel und ist die Milz davon betroffen, wirkt sich dies negativer auf dein Wohlbefinden aus, als ideal ist. All die positiven Errungenschaften dieses Zyklus verlieren ihre Wirkung und es hapert mit deiner Konzentration.Grundlegende, körperliche Symptome, die auftreten können, sind:

  • Kalte Gliedmaßen
  • Schwaches Bindegewebe und trockene Haut
  • Schuppenflechte
  • Schlafstörungen
  • Verdauungsstörungen
  • Zyklusstörungen
  • Autoimmunerkrankungen, wie Hashimoto
  • trockene Schleimhaut
  • Unterfunktion der Eierstöcke

Eine emotionale Folge dessen, kann nicht nur sein, dass es dir schwerfällt, dich zu konzentrieren, sondern ebenso:

  • Gedankenkreisen, übersteigerte Fantasien oder Zwangsvorstellungen
  • Anfälligkeit zu Sorge und Verzweiflung erhöht sich
  • Depression
  • Verschlossenheit, soziale Distanzierung
  • Melancholie
  • Lähmungen
  • Geiz
  • Autismus oder ADHS/ADS

Was kannst du tun, um deinen Milzmeridian zu unterstützen? Wie bei allen anderen Meridianen auch gibt es hier eine Reihe von Möglichkeiten, die ich an dieser Stelle kurz umreißen möchte; speziell das Thema Ernährung und Lebensmittel werde ich an anderer Stelle noch einmal deutlich ausführen.Als kurzer Anriss sei allerdings gesagt, dass du bei deiner Ernährung darauf achten sollten, Fremdstoffe zu vermeiden. Bedeutet:Künstliche Aromastoffe sollten auf deinem Teller nicht zu finden sein, ebenso wenig Lebensmittel, die auf Erdölbasis hergestellt werden. Nahrungsmittel des üblichen Handels sind heutzutage voll von künstlichen und unnatürlichen Stoffen – Stichwort: Konservierungsstoffe – die es in jedem Fall zu vermeiden gibt.Ersetze diese Stoffe gegen unbehandelte Mahlzeiten und versuche eine frische Auswahl an Nahrungsmitteln zu wählen.In der TCM wird vor allem das Garen von Gemüse bevorzugt, da diese Art der Zubereitung leichter von deinem Körper angenommen und aufgenommen werden kann, was in der Folge die Arbeit deiner Milz entlastet und dir somit mehr Energie zur Verfügung steht.

Solltest du in dieser Zeitspanne des Tages so etwas wie Müdigkeit verspüren oder auch erhebliche Störungen deiner Konzentration, leg’ doch einmal deine Finger an die Schläfen und massiere diese unter sanftem Druck.

Das fördert die Blutzirkulation und entspannt zusätzlich, so dass du etwaige Anspannung einfach ‚abschütteln‘ kannst.

Das Herz – Leidenschaft und Lebensfreude
Die Organuhr - Das Herz

Kommen wir nun – für mich persönlich und auch für die TCM –

zum Zentrum deines Körpers: Das Herz.

Die wohl wichtigste Aufgabe des Herzens ist die Blutzirkulation konstant zu halten.

Stetig pumpt das Herz mehrere Liter Blut durch deinen Körper und versorgt damit alle bestehenden Organe mit wichtigen Nährstoffen und Flüssigkeit.

Hört dein Herz auf zu schlagen, hört dein Blut auf zu fließen. Deine Organe werden nicht mehr versorgt, sie können ihre Arbeit nicht mehr verrichten und letztlich auch zum Stillstand kommen.Dein Herz bedeutet dein Leben und sollte daher besondere Beachtung erhalten. Ebenso steht das Herz für Leidenschaft und Liebe.All die positiven Emotionen, die deinen Körper in einen wohlwollenden Rausch senden können und all die Emotionen, die du an deine Bedürfnisse knüpfst, die du mit deinen Mitmenschen in Verbindung bringst.

Hör’ auf dein Herz – du und ich, wir kennen diesen Leitspruch.

Und daher spielt es nicht nur in deinem Körper eine wichtige Rolle, sondern ebenso in der Poesie und auch in der TCM und gerade aus Sicht dieser, beginnt mit der Mittagszeit die Zeit des Herzens, nämlich in der Zeit von 12 Uhr bis 14 Uhr, im Winter in der Zeit von 11 Uhr bis 13Uhr.Während deine Milz zuvor noch auf Höchstleistung gearbeitet hat, um deinem Körper das Maximum an Energie zur Verfügung zu stellen, sinkt das Leistungsniveau nach dem Mittagessen wieder.Vielleicht hast du es schon einmal verspürt und weißt, wovon ich spreche, denn oft genug schreit der Körper in dieser Phase des Tages ganz besonders laut nach einer Unterbrechung beziehungsweise nach einer Auszeit!Und diese Pause solltest du ihm gewähren, ihn nicht weiter fordern und ihm einen Moment der Ruhe gönnen. Anderweitig gerät dein Herz enorm unter Druck und – noch einmal – wird dein Herz krank, wird dein Körper krank!Eine Reihe von Symptomen, die in diesem Zusammenhang, in der aktiven Zeit des Herzens, auftreten können, sind u.a.:

  • Herpes
  • Müdigkeit
  • Sprachstörungen
  • Kalte Gliedmaßen
  • Herzflimmern, Herzklopfen, Herzenge
  • Blutdruckschwankungen
  • Kurzatmigkeit
  • Gestörtes Gleichgewicht
  • Blässe

Neben den körperlichen Anzeichen einer Schwäche oder Überforderung des Herzes, dürfen auch an dieser Stelle natürlich die emotionalen Auswirkungen nicht ungeachtet bleiben:

  • Depressive Stimmung
  • Schwächen in der Konzentration
  • Schüchternheit
  • Probleme dabei, Kontakte zu knüpfen
  • Angst
  • Schuldgefühl
  • Zwangsneurosen
  • Unruhe

Es ist vollkommen natürlich, dass du das Bedürfnis verspürst, eine Pause einlegen zu wollen oder zu müssen, wenn die Lebensenergie den Herzmeridian durchströmt.Gleichzeitig kann es dir aber auch passieren, dass du den Wunsch verspürst, sozialen Kontakt zu Mitmenschen zu knüpfen, im Sinne von, dass du dich mit ihnen unterhalten möchtest.Ignoriere diese Bedürfnisse nicht! Wenn du kontinuierlich weiterarbeitest und einfach keine Pause findest, womit du dich dem Verlangen deines Körpers und auch deines Geistes widersetzt, wird über kurz oder lang zu bekannten Erschöpfungserscheinen bis hin zu Burnout führen.Wenn dein Herz auf Höchstleistung in diesen zwei Stunden arbeitet, schalte einen Gang herunter.Mach eine Pause! Geh’ zusammen mit deinen Kollegen etwas essen und unterhaltet euch voller Lust und Laune. Denn so unterstützt du das Herz, damit es seine volle Energie entfalten kann.

Der Dünndarm – Höre auf deinen Bauch!
Die Orgahnuhr - Dünndarm

Du kommst aus der Mittagspause zurück ins Büro. Nunmehr beginnt der Verdauungsprozess und aus deinem Mittagessen werden alle nötigen, wie wichtigen Nährstoffe gezogen.Hierfür braucht dein Körper eine Menge Energie! Daher ist es nicht weiter verwunderlich, wenn du dich nach dem Mittagessen gelegentlich matt fühlst, oder einfach nicht die entsprechenden Leistungen abrufen kannst, um deine Arbeit voll konzentriert wieder aufzunehmen.

Dein Dünndarm ist in dieser Phase enorm damit beschäftigt Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, und dabei kommt es ebenfalls zu einer Reinigung deines Körpers und auch von deinem Geist. Es geht um Trennen bzw. um Ausscheiden und dies zeigt sich auch in deinen Emotionen.Der Dünndarmmeridian, durch den das Qi in der Zeit von 14 Uhr bis 16 Uhr, im Winter von 13 Uhr bis 15 Uhr fließt, spielt eine wichtige Rolle im Prozess der Erkennung von Bedürfnissen und wenn es darum geht, wichtige Entscheidungen zu treffen.Dein Blutdruck reguliert sich automatisch nach unten, denn das meiste Blut wird in dieser Zeit für die Verdauung benötigt.Es ist der ideale Zeitpunkt für dich, eine Siesta einzulegen, sofern du kannst. Sollte dem nicht so sein, versuche zumindest dir ein wenig Zeit zu nehmen, um den bisherigen Tag zu reflektieren und zu verarbeiten, was bereits hinter dir liegt.Sei es auf beruflicher Ebene oder auf privater Ebene. Dies spielt keine Rolle. Diese Zeit des Tages bietet dir den besten Input der Analyse eigener Entscheidungen und zudem ist es die beste Zeit, um Entscheidungen zuverlässig zu treffen.Dünndarmstörungen können sich wie folgt äußern:

  • Durchfall
  • Verdauungsbeschwerden
  • Schmerzen in der Schulter, im Handgelenk und im Ellenbogen
  • Regelbeschwerden
  • Atembeschwerden
  • Blähungen
  • Ohrenbeschwerden
  • Blasenentzündungen, ausgelöst durch Stress

Auf emotionaler Ebene kannst du von Einschlafstörungen geplagt sein oder auch, wenn es dir gar nicht möglich ist zu ruhen, bist du entsprechend rastlos und kannst einfach nicht zur Ruhe kommen, woraus sich ergibt, dass es auch an Konzentration mangelt.

Die Blase – Stärken nutzen!
Die Organuhr - Blase

Dein Arbeitstag neigt sich langsam dem Ende zu.

Du befindest dich nun in der Zeit von 16 Uhr bis 18 Uhr, Winterzeit entsprechend von 15 Uhr bis 17 Uhr. Du hast dein Mittagstief überwunden und dein Körper wird langsam wieder wach und aktiver.

Dein Langzeitgedächtnis arbeitet in dieser Phase besonders zuverlässig, u. a. auch, weil die Blase als wichtiges Entgiftungsorgan nunmehr aktiv ist.

Dein Kreislauf wird wieder angekurbelt und dein Blutdruck steigt. Wenn du Feierabend hast, laufe noch ein paar Schritte oder schließe den anstrengenden Tag mit ein wenig Sport ab. Zusätzlich kannst du dich durch viel Flüssigkeit etwaiger Altlasten entledigen. Warum? Der Blasenmeridian ist die längste Energieleitbahn, die durch deinen Körper fließt und mit vielen anderen Organen verknüpft.Wenn Sport nichts für dich ist, versuche es einmal mit kreativer Kopfarbeit und einem kreativen Gedankenaustausch mit deinen Kollegen oder deinem Partner und wundere dich nicht, wenn du zu dieser Zeit des Tages vielleicht öfter einmal auf Toilette musst – die Blase arbeitet und dies macht sich bemerkbar.Dadurch, dass diese Energieleitbahn so lang ist, hat dies Einfluss auf dein körperliches, wie mentales Wohlbefinden mit sich. Du solltest daher einen deutlichen Energieschub verspüren, neue Motivation und ist dem nicht der Fall, liegt womöglich eine Störung des Meridians vor.Körperliche Symptome dessen sind:

  • Blasenentzündungen
  • Hoher Harndrang
  • Kopfschmerzen
  • Prostataprobleme
  • Unterleibsschmerzen
  • Knackende Finger
  • Fuß- und Knöchelprobleme

Störungen des Meridians äußern sich natürlich auch auf emotionaler Ebene. Du kannst Probleme mit der Selbstorientierung bekommen oder allgemein emotionale verunsichert sein. Deine Gedächtnisleistung nimmt ab und kannst du auch übermäßig intensive Eifersucht verspüren.Um etwaige Probleme mit dem Blasenmeridian aus dem Weg zu räumen und damit du diese Zeit des Tages auch zum Lernen benutzen kannst oder auch nur dafür, um Gelerntes zu wiederholen, empfiehlt es sich stets ausreichend Flüssigkeit zu dir zu nehmen.Nicht nur, weil es mit Aktivierung des Blasenmeridian zu vermehrter Flüssigkeitsausscheidung kommt, sondern auch, damit dein Körper nicht austrocknet. Dies schlaucht zusätzlich und du kannst die freigesetzte Energie nicht abrufen!Beckenbodentraining unterstützt deine Blase ebenfalls, wie auch Meditationsübungen wie Qigong. Hierbei geht es speziell darum, die Hände auf dem Unterbauch zu verschränken und dabei tief ein- und auszuatmen. Atme bewusst und lass’ die Energie durch deinen Körper fließen.

Die Nieren – Das Tempo drosseln!
Die Organuhr - Niere

Dein Arbeitstag ist zu Ende und du kommst nach Hause. Es ist jetzt 18 Uhr bis 20 Uhr, oder in der Winterzeit 17 Uhr bis 19 Uhr. So oder so, der Tag geht in den Abend über und später in die Nacht.

Dein Puls und dein Blutdruck sinken erneut, obwohl für deinen Organismus noch lange nicht Schluss ist. Und obwohl der Kreislauf allmählich herunterfährt, erreicht die Körpertemperatur zur aktiven Zeit der Nieren ihren Höhepunkt.

Sie dienen in diesem Zusammenhang als Energiespeicher von Yin und Yang – daher fällt dein Kreislauf, denn deine Nieren ziehen Energie an sich, um diese zu speichern und zudem arbeiten sie eifrig daran Schadstoffe aus dem Körper zu spülen. Auch hierfür wird viel Energie verbraucht, die an anderer Stelle fehlt.Das macht sich z.B. anhand von kalten Füßen bemerkbar, da der Nierenmeridian unmittelbar auf Höhe der Fußsohlen beginnt. Erkältungen sind keine selten Folge dessen, vor allem nicht, wenn der Energiefluss an dieser Stelle gestört ist.Weitere Beschwerden, die auftreten können, sind:

  • Rückenschmerzen
  • Probleme mit dem Gehör
  • Haarausfall
  • Schwindelgefühl
  • Geringer sexueller Trieb
  • Asthma
  • Allergien
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Gallestau
  • Tinnitus
  • Krämpfe

Um die Arbeit der Nieren nicht zu gefährden beziehungsweise einzuschränken, wäre nun die ideale Zeit für dich ein leichtes Abendessen zu dir zu nehmen.Bloß nicht zu schwer, denn dein Magen befindet sich nun in der Ruhephase und sollte daher nur mäßig beansprucht werden.

Gehe sparsam mit deinen Kräften um und vermeide Anstrengungen! Kräutertees können den Entgiftungsprozess unterstützen und somit die Nieren entlasten.

Eine Überbeanspruchung führt zudem noch zu folgenden psychischen Anzeichen:

  • Depressionen
  • Angstzustände
  • Geringes Selbstbewusstsein
  • Fehlende Entschlossenheit
  • Willenslähmung
Das Pericard – Entspannung und Genuss!
Die Organuhr - Der Pericardmeridian

Dein Körper stellt sich allmählich auf die Nacht ein und geht somit in den Ruhemodus über. Dein Blutdruck und auch dein Puls werden weiter heruntergefahren und es beginnt von 20 Uhr bis 22 Uhr, im Winter von 19 Uhr bis 21 Uhr die Zeit des Pericards – der Kreislaufmeridians.

In der TCM bedeutet das Pericard den Schutz der Energie – eine Art Bindegewebe, welches sich schützend als Hülle um dein Herz schließt. Diese Hülle führt zu einer harmonischen Balance zwischen deinem Körper und deiner Seele:

Es herrscht ein wohlwollender Einklang und der Stress des Tages fällt von dir ab. Entspannung und Ruhe sind nun vorherrschend und du legst die Füße nach einem anstrengenden Tag endlich hoch und kannst noch ein wenig abschalten.Denn in dieser Zeit, nachdem das Blut von den Nieren gereinigt wurde, kümmert sich der Kreislauf nur noch um sich selbst.Sofern keine Störung vorliegt, denn dann wirst du leider nicht zur Ruhe kommen oder einfach nicht in der Lage sein abzuschalten.Diese Emotionen trägst du dann in die Nacht und was folgt ist ein ruheloser Schlaf.Verbring diese Zeit des Tages nach Möglichkeit im Kreis deiner Familie oder auch mit deinen Freunden.Grenze dich klar vom übrigen Tag ab, schaffe eine Grenze zum Stress in deinem Berufsleben und zur Entspannung, die am Abend eintreten sollte.Wie äußern sich Störungen des Pericardmeridians?

  • Herzbeschwerden
  • Probleme der Potenz
  • Hoher Blutdruck
  • Übelkeit, ausgelöst durch Stress
  • Rote Augen, heiße Handflächen
  • Beschwerden der Wirbelsäule
  • Hitzewallungen

Ich habe es bereits angesprochen: Vorliegende Störungen in dieser Phase führen nicht selten zu Schlafstörungen. Auch können depressive Verstimmungen auftreten und allgemeine Ruhelosigkeit, aber auch:

  • Schüchternheit
  • Lampenfieber
  • Angst
  • Überempfindlichkeit
  • Unsicherheit

Heilkräuter können dich in dieser Phase unterstützen, besonders um Angstzuständen vorzubeugen oder auch, wenn du dich schnell gekränkt oder beleidigt fühlst.Selbstzweifel und geringes Selbstbewusstsein können durch Tees und Tinkturen zerstreut werden. Dazu spreche ich in einem anderen Kapitel ausführlicher.

Der Dreifach-Erwärmer – Wenn die Gedanken fließen
Die Organuhr - Der Dreifacherwärmer

„Butter bei die Fische“.

Bis hierhin bin ich bereits gelegentlich auf den Dreifach-Erwärmer zu sprechen gekommen und ich habe über diese stets als Organ gesprochen. Nun erkläre ich dir aber, dass es sich bei diesem streng genommen gar nicht um ein eigenständiges Organ handelt bzw. der Dreifach-Erwärmer wird keinem Organ unmittelbar zugeordnet.

Vielmehr dient er der Wärmeregulierung des Körpers und gleichzeitig dient er dem Schutz der übrigen Meridiane.

Er stellt eine Balance zwischen dem Innern und dem Außen her und ist in seiner Verbindung zu den übrigen Organen daher nicht unerheblich.In der TCM nennt man den Dreifach-Erwärmer auch Sanjiao und er beschreibt, wie bereits erwähnt, eine ausgeglichene Kräfteverteilung und Körpertemperatur.In gewisser Weise kann man sagen, dass der Dreifach-Erwärmer, zu dem auch die Schilddrüse gezählt wird, als Steuerorgan, beispielsweise weil in der Zeit von 22 Uhr bis 0 Uhr, im Winter von 21 bis 23 Uhr, vermehrt Hormone ausgeschüttet werden, welche den Körper auf die Nacht vorbereiten.Und weil dies noch nicht reicht, arbeitet auch das Immunsystem in diesem Zeitfenster auf Hochtouren!Es wird wieder so viel Energie benötigt, dass der gesamte Körper schlichtweg nicht ausreichend versorgt werden kann. So dann zieht der Sanjiao deine Kraft aus den Prozessen des Pericard und den Nieren – ist also bereits einer dieser Meridiane gestört, wird es in der Zeit des Dreifach-Erwärmer vermehrt zu Problemen kommen.Bevor dein Tag nun vollständig endet und du demnächst ins Bett gehen wirst, hast du in dieser Phase noch einmal die gute Gelegenheit den Tag Revue passieren zu lassen.Nun ist die beste Zeit, um zu meditieren und um neue Kraft zu sammeln, von denen alle vorhandenen Meridiane profitieren können. Dein Körper wird müde und so solltest du ihn nicht zusätzlich reizen oder überfordern.Körperliche Symptome, die auftreten können:

  • Niedriger Blutdruck
  • Augenprobleme
  • Hitzewallungen
  • Nebennierenschwäche
  • Allergien
  • Störungen im Wärmehaushalt
  • Erhöhter Insulinspiegel

Emotionale Anzeichen einer Störung sind dagegen:

  • Depressionen
  • Introvertierte Verhaltensweisen
  • Neigung zum Weinen, ohne, dass es dafür einen Grund gibt
Die Gallenblase – Augen zu und schlafen!
Orgahnuhr - Gallenblase

In der Zeit von 0 Uhr bis 2 Uhr, im Winter von 23 Uhr bis 1 Uhr beginnt nun die Zeit der Gallenblase. Deine Leistungsfähigkeit erreicht ihren tiefsten Punkt und auch dein Körper ist nun bereit dafür, dass deine Aktivitäten sinken und du ins Bett gehst.

Dem zugrunde liegt, dass die Kortisol-Ausschüttung sinkt. Dein Blutdruck, deine Herzfrequenz und auch die Temperatur deines Körpers sinken ebenfalls weiter herab und dein Stoffwechsel wird träge – sagen wir, der Körper geht in den Energiesparmodus über und so ist dies für die Gallenblase die beste Zeit des Tages, um aktiv zu werden.

Wenn der übrige Körper schläft, du selbst in deinen Träumen versinkst, kann die Gallenblase ungestört ihrer Arbeit nachgehen.Und nicht nur die Gallenblase, sondern auch die Leber, die sich der Gallenblase anschließen wird. Doch zunächst bereitet die Galle den Prozess der Entgiftung in der Leber vor.  In dieser Zeit des Tages solltest du wirklich keinen Marathon mehr laufen.Essen überanstrengt deinen Körper in der Phase, in der dieser einfach nur noch zur Ruhe kommen möchte.Über Alkohol und Nikotin müssen wir nicht sprechen und ein übermäßiger Konsum wird früher oder später zu Schlafstörungen führen, denn es ist schlichtweg nicht ausreichend Energie vorhanden, um weitere Organe zu belasten.Symptome einer Störung des Gallenmeridian sind:

  • Trockene Augen
  • Verspannter Nacken
  • Kopfschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Unverträglichkeiten
  • Niedriger Blutdruck
  • Nierenschwäche

Emotional betrachtet, ich habe es bereits angedeutet, ergeben sich folgende Anzeichen:

  • Zappeligkeit, Hitzigkeit, Überaktivität
  • Aggressivität und Rücksichtslosigkeit
  • Gestörte Aufmerksamkeit
  • Wut und Depression
  • Gleichgültigkeit
  • Ruhelosigkeit bis hin zu Schlafstörungen

Ein guter, erholsamer und ausreichender Schlaf ist wichtig! Doch nicht für jeden von uns ist ein geregelter Tag-Nacht-Rhythmus möglich. Arbeitest du selbst im Schichtdienst und bist zu dieser Zeit auf Arbeit, so ist es dir natürlich nicht möglich zu schlafen.Du kannst aber dennoch darauf achten, dass du die Arbeitsphase der Gallenblase nicht strapazierst.Das bedeutet: nur leichte Kost und keinen Alkohol! Zusätzlich kann die Gallenblase bereits tagsüber gestärkt werden: Fettarme Nahrung ist ideal dafür und besonders der Verzehr von grünem Gemüse.

Die Leber – Der Star der Entgiftung!
Die Organuhr - Leber

Du befindest dich endlich im Tiefschlaf! Es ist nun zwischen 2 Uhr und 4 Uhr in der Nacht, bezogen auf den Winter ist es zwischen 1 Uhr und 3 Uhr und der Star der Entgiftung tritt seine Schicht an, während der Rest des Körpers schläft.

Die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit erreicht nun ihren absoluten Tiefpunkt und auch Kälte wird von deinem Körper nunmehr intensiver wahrgenommen.

Deine Leber nutzt die Zeit der körperlichen Ruhe, um ihrer Hauptaufgabe – der Entgiftung – ungestört nachgehen zu können, was den Körper besonders empfindlich auf Störungen und äußere Einflüsse macht.Zudem wird die Nahrung, die zuvor durch Galle, Darm und Bauchspeicheldrüse zersetzt worden ist, final verarbeitet. Die Leber hat nun das Kommando übernommen ist und daher besonders anfällig für Stress.So ist es nicht ungewöhnlich, wenn Menschen mit Leberproblemen in dieser Phase der Nacht besonders häufig aufwachen.Doch auch ein gestörter Schlafrhythmus führt zu diesem Phänomen, Alkohol, wie leichtfertig konsumierte Medikamente schädigen die Leber.Ist dein Leben sehr hektisch und unausgeglichen, wird dies seinen Tribut einfordern!Störungen des Lebermeridian zeigen sich wie folgt:

  • Augenleiden, z.B. Glaukome
  • Chronische Ödeme
  • Thrombose
  • Schlafstörungen, besonders in der Zeit hoher Aktivität der Leber
  • Verminderte Drüsenfunktionen
  • Nierenschwäche
  • Allgemeine Müdigkeit und unruhige Beine (Restless-Leggs-Syndrom)
  • Hormonstörungen
  • Brüchige Nägel
  • Appetitlosigkeit
  • Muskelkrämpfe
  • Bluthochdruck

Ist dein Schlaf gestört, hat dies Einfluss auf den gesamten folgenden Tag. Ein Körper, der nicht ausgeruht ist, führt zu einem Geist, der ruhelos und aggressiv agieren kann. Wut und Eifersucht, Arroganz, Depression und die Unfähigkeit, sich anzupassen, sind weitere emotionale Symptome einer etwaigen Störung.Doch auch an dieser Stelle kannst du einen gestörten Energiefluss gezielt bekämpfen! Vor allem zählen in Bezug auf den Lebermeridian zwei essentiell wichtige Dinge:Ein gesunder Lebensstil und die Reduzierung von Stress! Sorge für einen routinierten Tagesablauf und verzichten auf Alkohol, Nikotin und Koffein.

Die Lunge – Atme tief und atme hinein!
Organuhr - Lunge

Ich schließe den Zyklus der Organuhr mit der Lunge ab, die ihre höchste Leistungsphase in der Zeit von 4 Uhr bis 6 Uhr am Morgen, im Winter von 3 Uhr und 5 Uhr am Morgen, hat. Die Lunge ist, je nachdem, wie man es betrachtet, die letzte oder wie es die TCM historisch propagiert, die erste Station des Prozesses der Reinigung.

Ich habe den täglichen Zyklus mit dem Dickdarm begonnen, der wie die Lunge an der Reinigung des Körpers beteiligt ist.

Die Zufuhr frischer Luft, besonders über Nacht, wirkt sich überaus wohlwollend auf die Lungen aus.Natürlich musst du im tiefsten Winter nicht bei offenem Fenster schlafen, um deine Lunge zu unterstützen, es genügt, dass du vor dem Schlafgehen noch einmal ordentlich durchlüftest, so dass ein idealer Luftaustausch gewährleistet werden kann.So kann sich deine Lunge optimal auf das Loslassen und Aufnehmen konzentrieren, bevor dieser Prozess mit dem Klingeln deines Weckers beim Dickdarm weitergeht.In dieser Phase der Nacht ist neben den Lungen auch noch immer das Immunsystem aktiv – ideal, wenn der Körper noch immer ruht und somit keine störenden Konkurrenzen auftreten können.Möglicherweise bist du ein Frühaufsteher? Dann geh’ ruhig eine Runde spazieren, nachdem du aufgestanden bist. Dies hilft dir zusätzlich neue Energie zu tanken, die du über den Tag verteilt benötigen wirst. Frisch Luft reinigt die Lungen und hilft dabei, schädliche Stoffe aus dem Körper zu blasen.Körperliche Symptome bei Störungen des Lungenmeridian sind:

  • Heuschnupfen
  • Kurzatmigkeit
  • Schluckauf
  • Starker Harndrang
  • Heiserkeit
  • Schulter- und Brustkorbbeschwerden
  • Verspannungen im Nacken
  • Übergewicht
  • Schlafprobleme
  • Trockene Haut
  • Pilzinfektionen

Ein gesundes Leben ist allumfassend wichtig, auch für die intakten Funktionen des Lungenmeridian – immerhin ist er der Taktgeber des Lebens und dessen rhythmischer Prozesse in deinem Organismus.Es ist nur ratsam, deine Lunge zu stärken und ihr ausreichend Kraft und Energie zur Verfügung zu stellen. Frische Luft ist unerlässlich und daher solltest du so oft es geht, bei offenem Fenster schlafen.Zudem gibt es spezielle Atemtechniken, die deine Lunge stärken. Eine gesunde Lunge, ein gesunder Energiefluss führen zu einem allgemein gesunden Organismus, während Störungen so dann natürlich auch zu guter Letzt negative emotionale Auswirkungen haben können. Diese Symptome möchte ich dir noch nennen und dann beginnt der Kreislauf von Neuem:

  • „Klammern“ in einer Beziehung
  • Melancholie
  • Neigung zu Selbstmitleid, Kummer und Traurigkeit

Wie wir die Organuhr aktiv nutzen können

An dieser Stelle möchte ich das Prinzip der Diätetik noch einmal aufgreifen. Einfach, weil es ein simples Mittel ist, um zu deiner Gesundheit beizutragen.In der TCM wird davon ausgegangen, dass bestimmte Lebensmittel eine besondere energetische Heilwirkung haben, so dass diese nicht nur in Fett-, Kohlenhydrat-, Zucker- und Eiweißgehalt eingeteilt werden, sondern ebenso in vegetative Wirkungen.Zudem können bestimmte Lebensmittel die Lebensenergie Qi sowohl heben als auch senken, und ebenso in der Tiefe oder an der Oberfläche anschlagen.Die Wirkung eines Nahrungsmittels richtet sich nach

  • Geschmack,
  • Geruch,
  • Farbe,
  • Temperatur,
  • Konsistenz

Und jede Kategorisierung hat ebenso Einfluss auf die Organe. Im nächten Kapitel widmen wir uns diesem Thema ausführlich.

Du erinnerst dich an den Abschnitt zu den fünf Elementen der Natur, die ich den Organen auf der Organuhr zugeordnet habe!?Sehr gut, denn an dieser Stelle werde ich noch einmal Bezug darauf nehmen, damit ich dir aufzeigen kann, wie du aktiv mit der Organuhr arbeiten kannst. Wie so oft im Leben spielt die Wahl deiner Lebensmittel eine tragende Rolle!

Ein kleines Beispiel: Die Chilischote.

Sie wirkt schweißtreibend und hat als scharfes (Geschmacksrichtung) Lebensmittel einen direkten Einfluss auf deine Lunge.

Verschiedene Geschmacksrichtungen beeinflussen verschiedene Organe:

Bittere Nahrungsmittel regen dein Herz an, süße Lebensmittel dagegen die Milz und die Bauchspeicheldrüse. Saures stimuliert die Leber und salzige Lebensmittel haben Einfluss auf deine Nieren.Neben den bereits genannten Indikatoren für die Heilwirkung von Lebensmitteln, spielt auch die Art der Zubereitung eine wichtige Rolle.Gedünstetes Gemüse wärmt deinen Körper deutlich weniger als Gemüse, welches in der Pfanne gebraten oder im Ofen gebacken wurde.Zu guter Letzt stellt auch die Saisonalität bei der Auswahl deiner Lebensmittel eine Rolle, bzw. solltest du darauf achten, Lebensmittel zu wählen, die auch in der entsprechenden Jahreszeit geerntet werden: Spargel im Frühjahr, Kohl im Herbst und im Winter.Dass du deine Mahlzeiten vor allem in Ruhe und auch mit entsprechend Zeit zu dir nehmen solltest, muss ich wohl nicht extra erwähnen.Zwischen Tür und Angel isst es sich einfach nicht gut und bedeutet für deinen Körper einen höheren Energieaufwand, als du über deine Mahlzeiten zuführen kannst, denn:

Stress macht dich krank,

weil allerlei wichtige Prozesse dabei torpediert werden, u.a. führt dies zur Schwächung deines Darms und der Darm ist der Hauptsitz des Immunsystem.Das hätten wir nun auch geklärt, also sprechen wir nun über Details, nämlich darüber, wie du deine Organe gezielt über deine Ernährung unterstützen kannst.Gleichzeitig werde ich auf das Thema der Heilpflanzen zu sprechen kommen, die deinen Organismus zusätzlich stärken, entlasten und seine Funktionen begünstigen können. Heilpflanzen, oder auch Heilkraut sind die Apotheke der Natur und diese bietet dir eine Reihe von medizinischen Anwendungen, als auch der Zufuhr von Vitalstoffen.Du musst keine Kräuterhexe sein, um auf dieses Wissen, welches uns die Natur gibt, zugreifen zu können. Doch um dir den Prozess des Verstehens zu vereinfachen, fasse ich hier alle wichtigen Informationen innerhalb der in der Organuhr beleuchteten Organe zusammen.

Das Element Holz: Galle und Leber

Laut dem chinesischen Kalender beginnt das Jahr so dann mit dem Holzelement. Ich habe dies bereits knapp in einem anderen Absatz angesprochen. Im Frühjahr beginnt das Jahr sich selbst neu aufzubauen, der kalte, triste Winter geht vorbei und die Luft wird zunehmend wärmer. Es ist eine Zeit der Reinigung.

Galle und Leber sind das Organpaar des Holzelements, denn auch diese Organe bedeuteten, dass etwas losgelassen, dass etwas gereinigt und neu gefüllt wird. Und daher ist es auch besonders sinnvoll im ersten Abschnitt eines neuen Jahres für dieses Paar zu sorgen.

Organuhr - Element Holz
Die Gallenblase - Zeit zum Schlafen!
Orgahnuhr - Gallenblase

Die Hauptaufgabe der Gallenblase ist die Konzentration und Speicherung von Gallenflüssigkeit, welche wiederum in der Leber produziert wird.

Die Gallenblase ist ein Hohlorgan, welches bis zu 50 Kubikzentimeter Flüssigkeit aufnehmen kann, die in den Darm weitergeleitet wird, um die Verdauung zu unterstützen, spezifischer formuliert, um Nahrungsfette aufzuspalten.

Alle Wege münden in den Darm, könnte man glatt behaupten.

Doch keineswegs geht die Gallenblase verschwenderisch mit der Gallenflüssigkeit um, sondern im Grunde sogar ziemlich sparsam, denn ein Teil der Gallensäuren, die zwischen der Galle, der Leber und dem Darm fließen, werden recycelt.

Verändert sich die Zusammensetzung dieser Flüssigkeit bereits in der Produktion in der Leber, hat dies natürlich Auswirkungen auf die Gallenblase – es kommt zur Bildung von Gallensteinen, die zu spürbaren Beschwerden führen können und auch gern einmal über Jahre unentdeckt bleiben.

Wenn du nun denkst, dass die Gallenblase eine überaus wichtige Funktion im Organismus hat, ist dies im Grunde richtig, aber gleichzeitig auch falsch!

Die Gallenblase ist keineswegs an deinem Überleben beteiligt, so gesehen also nicht lebenswichtig und wird gelegentlich bei Operationen, je nach Krankheitsverlauf, sogar entfernt.

Das ist natürlich nicht ideal, aber dein Körper könnte diesen Verlust gut ausgleichen, in dem die Gallenflüssigkeit nicht nur in der Leber gebildet wird, sondern auch direkt von dort entsprechend verteilt wird.

Anfangs führt das zunächst zu Durchfall, aber mit der Zeit passt sich die Verdauung den Veränderungen an.

Die Leber – Entgiften! Leben im Fluss …
Die Organuhr - Leber

Der Star unter den Entgiftungsorganen ist die Leber. Es ist das einzige Organ in deinem Körper, welches sich selbst heilen kann, wenn ein Teil beschädigt oder sogar entfernt wird.

Wie ein Superheld besitzt sie hohe Fähigkeiten der Regeneration und ist sozusagen besonders hart im Nehmen. Im Gegensatz zur Gallenblase ist die Leber unausweichlich wichtig, um das Überleben des Körpers zu sichern!

Sie ist der zentrale Angelpunkt, wenn es um den Stoffwechsel geht.

In der Leber werden allerlei Nährstoffe extrahiert, die der Darm zuvor nicht aufnehmen oder verarbeiten konnte. Sie holt also überschüssige Nährstoffe aus dem Blut und speichert diese temporär ab.

Sobald eine Region im Körper einen Mangel meldet oder gar einen erhöhten Bedarf an bestimmten Nährstoffen hat, so kann die Leber die gespeicherten Stoffe freigeben und über den Blutkreislauf entsprechend verteilen.

Sogleich werden verschiedenste Stoffwechselprodukte in der Leber um-, sowie abgebaut. Alles, was unbrauchbar ist, wird an die Nieren weitergeleitet und ausgeschieden oder aber gelangt anhand von Gallenflüssigkeit zurück in den Darm, wo der Kreislauf der Zersetzung von vorn beginnt.

Die Leber, man kann dies schon so sagen, ist also ein Hochleistungsfilter, in dem auch alte Hormone, Blutkörperchen, Bakterien und defekte Zellen aus dem Blut gezogen werden, damit diese aus dem Körper entfernt werden können. So auch Schadstoffe, die beim Abbau von Eiweiß anfallen, Alkohol, Pestizide und andere schädliche Stoff, wie Medikamente oder Weichmacher, werden mit Hilfe der Leber isoliert und vor die Tür gebracht.

Was kann die Leber noch?

Sie ist eine Hormonfabrik, z. B. für die Schilddrüse. Zudem liefert sie Cholesterin, was der Ausgangsstoff wichtiger Hormone ist. Einen Großteil des benötigten Cholesterins wird in der Leber produziert, ein geringer Teil nur wird der Nahrung entzogen.

Die Leber ist im Körper eine Art Apotheke. Bei kleinen Schnittwunden stellt sie Gerinnungsfaktoren zur Verfügung, die dafür sorgen, dass eben diese kleinen Wunden nicht zu einem bedrohlichen Blutverlust führen.

Heilpflanzen und Lebensmittel des Holzelements

Dem Element Holz zugeordnet ist der saure Geschmack.

das heißt: alle Lebensmittel, die sauer schmecken, gehören zu diesem Element und dienen der Unterstützung. Diese Geschmacksrichtung gilt als erfrischender Energieträger, wobei die Energie nach innen geleitet wird und die Säfte des Körpers bewahrt.Frisch gekochte Mahlzeiten bieten sich wie üblich am besten an. Stark gewürzte Speisen sollten jedoch verhindert werden.So dann führen frittierte oder gegrillte Speisen zu einer Schwächung des Organpaares und auch solltest du darauf achten, dass du nicht zu viele verschiedene Nahrungsmittel durcheinander isst – dies führt einfach zu einer Überlastung.Da Leber und Galle vorwiegend nachts Höchstleistungen erbringen, vermeide bitte auch spät zu essen oder sogar erst dann, wenn die Organe bereits auf Hochtouren arbeiten. Zeitdruck und Stress sind ganzheitliche Killer und sollten prinzipiell bei der Nahrungsaufnahme vermieden werden.

Lebensmittel mit saurem Geschmack sind u.a.:

  • Getreide, wie Dinkel und Weizen
  • Sprossen, wie Frühlingszwiebeln und Radieschensprossen
  • frische Kräuter, z. B. Löwenzahn
  • Salat, dunkelgrüne und bittere Blattsalate
  • Grünes Gemüse, wie Frühlingszwiebeln
  • saures Obst, wie Zitronen, Limetten oder Grapefruits

Und wie sieht es mit Heilpflanzen aus?

Löwenzahn habe ich bereits genannt. Zudem sind es:

  • Pfefferminze
  • Erdrauch
  • Heidekraut
  • Schöllkraut
  • Stiefmütterchen
  • Zaubernuss
  • Wundklee
  • Labkraut
  • Gänseblümchen
  • Mariendiestel
  • Klette
  • Ruprechtskraut
  • Geißraute
  • Stachelaralie

Das Element Metall: Dickdarm und Lunge

Der Herbst ist die Zeit des Metallelements. Wenn der Sommer und vor allem der Spätsommer sich dem Ende neigen, liefern das Element Metall noch einmal ganz neue, frische Energie.

Im Herbst wird geerntet und verarbeitet, was im Frühjahr und Sommer gesät wurde, oder dort gewachsen ist. Zusammenfassend kann man sagen, dass der Herbst sowohl eine Zeit der goldenen Ernte ist als auch des Loslassens und des Schmerzes ist.

Die Organuhr - Das Element Metall

Die Speicher, die sich bis zu dieser Phase des Jahres geleert haben, müssen wieder gefüllt werden.

Es wird ein immer wiederkehrender Rhythmus beschrieben, der dir und mir vielleicht gar nicht bewusst auffällt, weil er einfach passiert – und zwar jedes Jahr von Neuem.

Daher wird dem Metallelement auch das Organpaar Dickdarm und Lunge zugeordnet. Auch diese beiden Organe verrichten automatische Arbeiten, die du gar nicht bewusst wahrnimmst und die du auch kaum bewusst beeinflussen kannst.

Der Dickdarm - Loslassen und reinigen!
Die Organuhr - Der dickdarm

Der Dickdarm deines Körpers ist ca. 1,50 m lang und stellt den letzten Abschnitt des Verdauungstraktes dar.

Das Organ ist zuständig für den Transport und die Ausscheidung letzter unverdauter Stoffe aus der Nahrung. Zudem regelt der Dickdarm noch den Elektrolythaushalt über die Eindickung des Darminhalts.

Folgst du einer besonders kohlehydratreichen Essgewohnheit, so kann dies im aufsteigenden Dickdarm zu einer Reihe von Gärungsprozessen führen.

Mit der Zeit kann das ernste gesundheitliche Probleme mit sich bringen und deinen Darm mit Pilzen belasten, woraus neue Giftstoffe entstehen, die den kompletten Stoffwechsel in Mitleidenschaft ziehen.

Ist die Aktivität in diesem Bereich eingeschränkt oder vermindert. So kann dies zu Übergewicht, einem Abfall deiner Leistung und auch Drüsenschwäche führen.

Um etwaigen Gefahren durch die Pilze, die Grundlage einer Kultivierung im Darm zu nehmen, ist es wichtig, dass du deine Ernährungsweise auf Nahrungsmittel ausrichtest, die so wenig wie möglich Insulin für den Prozess der Verstoffwechselung benötigen.

Die Lunge - Atmung und Annahme
Organuhr - Lunge

Die Lunge ist das Organ, welches eine direkte und nahezu ungeschützte Verbindung zwischen deinem Körper und deiner Umwelt herstellt. Und dies geschieht mit jedem einzelnen Atemzug.

Primär gehört zu den Aufgaben der Lunge die Aufnahme von Sauerstoff und der Ausstoß von Kohlendioxid.

Und hier schließt sich der Kreis zur Einteilung mit dem Dickdarm in das Element Metall, denn auch der Darm ist ein Wesen, das aufnimmt und ausscheidet.

In der Lunge geschehen diese Prozesse mit flüchtigen Stoffen und im Darm mit festen Stoffen, die aufgespalten werden.

Zudem ist die Lunge das einzige Organ in deinem Körper, welches du bewusst beeinflussen und kontrollieren kannst. Einfach, indem du die Luft anhältst oder deine Atemzüge bewusst intensiv oder flach steuerst zum Beispiel durch Lungen- oder Bauchatmung.

Hierbei regulierst du selbst den Prozess des Ein- und Ausatmens, wobei Atem per se ein passiver Prozess ist, auf den du dich nicht sonderlich intensiv konzentrieren musst.

Ebenso unbemerkt ist der Gasaustausch innerhalb der Lunge. Du musst lediglich einatmen, der Rest geschieht von ganz allein.

Doch nicht nur dein Darm und deine Lungen sind miteinander verbunden, ebenso gehört zu den Aufgaben der Lunge die Steuerung des Geruchssinns und der Nase.

Nehmen wir an, du erleidest einen viralen Infekt in den oberen Atemwegen. Infolgedessen ist es tatsächlich nicht selten, dass dein Geruchssinn temporär aussetzt. Ist dies der Fall, vergiss also bei der Behandlung dieses Symptom nicht, dass auch die Lunge entsprechend berücksichtigt werden muss.

Ich kann es immer wieder nur betonen: Der Körper ist ein komplexes System mit sich überlappenden Verbindungen.

Es hilft dir auf Dauer herzlich wenig, wenn du lediglich ein Symptom behandelst, ohne dieses in einen konkreten Zusammenhang mit dem gesamten Organismus zu bringen, um die Ursache zu beseitigen.

Ein weiteres Beispiel?

Neurodermitis ist eine Erkrankung der Haut, doch wird diese lediglich mit Salben behandelt, kann sich die Problematik früher oder später nach innen verlagern und in Form von Asthma erneut auftreten.

Denn die Lunge und das Gewebe der Haut sind unmittelbar miteinander verknüpft. Tritt solch ein Fall auf, bietet es sich an, dass du die Störung von innen nach außen behandelst – also erst das Asthma und dann die Haut, um schlussendlich zur vollständigen Ausheilung zu kommen.

Heilpflanzen und Lebensmittel des Metallelements

Der Dickdarm gehört zum Element Metall und das, wie ich bereits geschrieben habe, steht in dessen

Spezifizierung für den scharfen Geschmack.

Ich habe dir im Eingang dieses Kapitel bereits als scharfes Lebensmittel die Chilischote genannt, stellvertretend für die Eigenschaften scharfer Lebensmittel, die schweißtreibend wirken, sowohl in einer Wirkung nach innen als auch nach außen gerichtet:Es kommt zu einer Zerstreuung der Lebensenergie Qi in deinem Körper, indem die Poren und Blutbahnen geöffnet werden.

Zu den Nahrungsmitteln des Elementes Metall gehören u. a.:

  • Heißgetränke, wie Ingwertee oder Glühwein
  • Gewürze, wie Chili, Senf, Knoblauch oder auch Pfeffer, Curry
  • Gemüse, wie Kohlrabi, Rettich, Lauch, Zwiebeln und Kren (Meerrettich), Radieschen

Lebensmittel allein, sind jedoch nicht alles, was du für den Dickdarm und die Lunge tun kannst.Zusätzlich hast du die Möglichkeit dich dem uralten Wissen rund um die Heilkräuter zu bedienen.Die Chinesen vertrauen darauf bereits seit sehr vielen Jahrhunderten und auch in der westlichen Welt besinnen sich die Menschen mehr und mehr auf das Wesen von Heilkräutern und -pflanzen.Die Natur selbst stellt eine bunte Vielfalt an zahlreichen Arten und Sorten zur Verfügung, die auch deinen Organen wichtige Unterstützung bieten können.

Den Dickdarm und die Lunge kannst du mit folgenden Heilpflanzen unterstützen:

  • Ingwer
  • Ysop
  • Thymian
  • Rose
  • Ackerschachtelhalm
  • Gundelrebe
  • Engelwurz
  • Echter Eibisch
  • Huflattich
  • Lungenkraut
  • Isländisch Moos
  • Kapuzinerkresse
  • Süßholz
  • Gelbwurz
  • Saat-Hohlzahn
  • Spitzwegerich
  • Schnurbaum
  • Fieberrinde
  • Dost
  • Königskerze
  • Stachelaralie

Das Element Erde: Magen und Bauchspeicheldrüse

Die Mutter Erde versorgt uns, die Mutter Erde nährt uns. Sie nimmt auf und gibt ab.

Gleiches tun in deinem Körper der Magen und die Bauchspeicheldrüse/Milz. Diese Organe sind ebenfalls verantwortlich für die Aufnahme und die Transformation von Nahrungsmitteln.

Doch das allein zu betrachten, wäre in dieser Darstellung schlichtweg ungenügend. So ist es nicht nur wichtig, was du isst, sondern auch, wie du isst.

Die Organuhr - Das Element Erde

Diese Einflüsse wirken ebenfalls auf die Organe des Erdelements. So ist es reichlich unschicklich zwischen Tür und Angel zu essen, ohne ausreichende Ruhe oder unter dem Einfluss von zu viel Ablenkung, eben, weil der Fernseher läuft oder du nebenbei telefonieren musst.

In Ruhe essen

Besser ist es in Ruhe zu essen, sich Zeit dafür zu nehmen, Ablenkungen zu reduzieren und sich bewusst auf die Lebensmittel einzulassen, die auf deinem Teller landen. Iss’ nicht im Stehen, sondern setz’ dich dafür an einen Tisch. All dies hat Auswirkungen auf deinen Magen, die Bauchspeicheldrüse bzw. die Milz.

Richtiges Essen muss gelernt sein

Das habe ich einmal gehört und je länger ich mich mit dem System der Organuhr beschäftigt habe, habe ich mehr und mehr realisiert, wie wahr dieser Ausspruch doch ist.

Essen, Trinken und Schmecken allein, sind allerdings nur orale Genüsse, mit denen du dem Magen und der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) schaden bzw. helfen kannst.

Zusätzlich solltest du prinzipiell darauf achten in der Gegenwart achtsam zu sein oder vielleicht versuchst du es einmal mit Meditation, um dich stärker mit deinem Körper identifizieren zu können.

Der Magen - Nähren und versorgen
Die Organuhr - Magen

Die Hauptaufgabe des Magens ist einfach und simpel zusammengefasst:

Er speichert die Nahrung vorübergehend und gibt diese nach und nach gleichmäßig an den Darm weiter.

Während die Nahrung gespeichert und im zweiten Arbeitsschritt zersetzt und in einen Speisebrei umgewandelt wird (erster Arbeitsschritt beginnt bereits im Mund mit dem Kauen der Nahrung), werden mit Hilfe der Magensäure zudem Krankheitserreger eliminiert.

Mit der Zeit kann das ernste gesundheitliche Probleme mit sich bringen und deinen Darm mit Pilzen belasten, woraus neue Giftstoffe entstehen, die den kompletten Stoffwechsel in Mitleidenschaft ziehen.

Ist die Aktivität in diesem Bereich eingeschränkt oder vermindert. So kann dies zu Übergewicht, einem Abfall deiner Leistung und auch Drüsenschwäche führen.

Um etwaigen Gefahren durch die Pilze, die Grundlage einer Kultivierung im Darm zu nehmen, ist es wichtig, dass du deine Ernährungsweise auf Nahrungsmittel ausrichtest, die so wenig wie möglich Insulin für den Prozess der Verstoffwechselung benötigen.

Kurzum:

Der Magen speichert und zersetzt und stellt nach der Nahrungsaufnahme den ersten Akt der Verdauung dar. Im Zuge der Umwandlung zu einem Speisebrei werden bereits erste wichtige Bestandteile der Lebensmittel für den Körper extrahiert, damit diese überhaupt erst verdaut werden können. Dies gilt allerdings nicht für Kohlenhydrate und Fette, die den Magen fast ungehindert durchlaufen.

Die Bauchspeicheldrüse - Harmonie und Koordination

Das Pankreas ist eine keilförmige Drüse in deinem Oberbauch und ein Organ, welches ebenfalls in den Verdauungsprozess involviert wird. In dieser Drüse werden wichtige Verdauungssekrete gebildet und sowohl nach außen, nämlich in den Darm (exokrine Funktion), als auch nach innen, nämlich ins Blut (endokrine Funktion) abgegeben.

Hiermit wird die Zersetzung der Nahrungsbestandteile begünstigt und zudem schützen diese Sekrete in der Bildung von Schleimhaut, z. B. den Magen davor, so dass er sich durch Salzsäure selbst zersetzt.

Alles in allem produziert die Bauchspeicheldrüse täglich bis zu drei Liter Sekret, und ca. 20 verschiedene Verdauungsenzyme, damit die Nahrung, die du zu dir nimmst, optimal zerlegt und vor allem auch aufgenommen werden kann.

Beispiele hierfür sind Amylase, welche bei der Kohlenhydratverdauung zum Einsatz kommt, Trypsin, zur Verdauung von Eiweißen und Lipase, zur Aufspaltung von Fetten.

Nicht zu vergessen ist in der Aufgabenliste der Bauchspeicheldrüse jedoch vor allem eines:

Die Produktion von Insulin

Das Insulin, womit der Blutzuckerspiegel deines Körpers reguliert wird, wird direkt in der Pankreas gebildet und gelangt von dort aus direkt in den Blutkreislauf, damit dem aufgenommenen Zucker sinnbildlich die Türen zu den Körperzellen geöffnet werden.

Deine Körperzellen brauchen Zucker, vor allem Traubenzucker (Glukose), um funktionieren zu können.

Ist dieser Prozess gestört, kommt es zur Über- oder Unterzuckerung und das hat lebensgefährliche Folgen und da sowohl Insulin als auch Verdauungsenzyme gebildet werden, ist eine optimale Funktion der Bauchspeicheldrüse unermesslich.

Heilpflanzen und Lebensmittel des Elementes Erde

Jetzt komme ich zum schönen Teil, denn

die Organe des Elements Erde sind dem süßen Geschmack zugeordnet.

Süß bedeutet jedoch nicht nur süß, sondern bezieht sich im tatsächlichen Geschmack auch auf mild und neutral, obgleich die Lebensenergie Qi aufgebaut wird und eben diese Lebensmittel sättigen.Sie stellen also den Hauptbestandteil unserer Nahrungsaufnahme dar: Gemüse, Getreide, Fleisch, Fett, Nüsse, Samen und süßes Obst.

Gemüse für das Element Erde:

  • Kürbis
  • Möhren
  • Kohlgemüse
  • Rüben
  • Kartoffeln
  • Blumenkohl
  • Sellerie
  • Zucchini
  • Auberginen
  • Gurken

Von diesen Lebensmitteln kann man schlichtweg nicht zu viel essen.

Zudem werden fast alle Getreide- und Fleischsorten dem Erdelement zugeschrieben, wobei diese auch einen enormen Aufwand in der Verdauung darstellen. Durch beispielsweise Kümmel und Lorbeer kannst du diesen Prozess positiv beeinflussen.Nüsse und Samen gelten als ideale Zwischenmahlzeit oder als willkommenen Snack, wenn es einmal schnell gehen muss. Sie machen satt und beinhalten eine Reihe von gesunden Fettsäuren.Der wohl schönste Teil der Lebensmittel, die dem Erdelement zugeordnet werden, ist die Obstabteilung. Es gibt alles, was das Herz begehrt und besonders, wenn es um Obst geht, wird es eigentlich selten langweilig. Zudem kannst du hervorragend auf Regionalität und Saisonalität achten, weil die Auswahl einfach so unermesslich groß ist z.B.:

  • Melone
  • Apfel
  • Pfirsich
  • Kirschen
  • Birnen
  • Mirabellen
  • Weintrauben

Um nur ein paar Obstsorten zu nennen, die man in den Jahreszeiten, in denen es unreif geerntet und gelagert wird und später mit Hilfe von feinen Gewürzen, wie Zimt, Kardamom oder Vanille feines Kompott herstellen kann.Auch Trockenobst ist eine Option oder Marmelade aus frisch geerntetem Obst. Zusammenfassend kann man sagen, dass alles, was süß schmeckt, dem Erdelement zugeordnet werden kann. Doch hierbei bitte nicht übertreiben, um das Pankreas und die Milz nicht zu überlasten.Und weil diese Auswahl natürlich noch nicht vielfältig genug ist, gibt es auch hier sehr viele Heilkräuter und -pflanzen, über die sich Magen, Milz und Bauchspeicheldrüse zusätzlich freuen:

  • Eibisch
  • Kalmus
  • Maral
  • Szechuan Pfeffer
  • Süßholz
  • Engelwurz
  • Leinkraut
  • Echter Lavendel
  • Echte Vanille
  • Anis
  • Fenchel
  • Baikal Helmkraut

Von einigen Pflanzen hast du noch nie etwas gehört? Dann wird es wohl Zeit, sie auszuprobieren.

Das Element Feuer: Herz und Dünndarm, Freude und Gier

Dem Element Feuer wird neben der passenden Jahreszeit, dem Sommer, so dann – wenig überraschend – die Farbe Rot zugeordnet, wie auch der bittere Geschmack und die Emotion der Freude als auch der Gier.

Die Energie des Feuers wirkt, wie der Name sagt, erhitzend und trocken, wobei die Hitze nach unten geleitet wird.

Herz und Dünndarm sind als Organpaar dem Feuer zuordnet und das Herz ist das Zentrum deiner Emotionen, in der Freude vorherrscht, diese aber schnell in Gier umschlagen kann, wenn du zu viel verlangst.

Die Organuhr - Das Element Feuer
Das Herz – Sitz des Geistes, Zentrum des Lebens
Die Organuhr - Das Herz

Das Herz ist, ich sagte es bereits, das Zentrum deines Körpers und letztlich das Zentrum dessen, dass du überhaupt leben kannst.

Das Herz ist die Wurzel des Lebens und wird in der TCM daher auch als „Kaiserorgan“ angesehen.

Es ist in der Lage mentale, spirituelle, emotionale als auch intellektuelle Fähigkeiten zum Ausdruck zu bringen. Dies sind wichtige Bestandteile deines Lebens, doch in erster Linie ist das Herz der Motor des Blutkreislaufs.

Technisch betrachtet, kann man sich darüber streiten, ob man das Herz überhaupt engstirnig als Organ bezeichnen kann.

Streng genommen ist es nämlich ein kräftiger, kegelförmiger Muskel mit abgerundeter Spitze. Dieser Muskel hält dein Blut in Bewegung, sowohl im Kleinen als auch im großen Blutkreislauf. Bildlich gesprochen, ist dein Herz quasi mit einer Druck- und Saugpumpe zu vergleichen, in der es verschiedene Ventile (Herzklappen) gibt, welche die Stromrichtung (den Blutfluss) regulieren.

Diese Ventile sorgen dafür, dass das Blut stets in die richtige Richtung gepumpt wird und nicht zurückfließt, als auch, dass das Blut in optimaler Geschwindigkeit durch deinen Körper fließt. Hierfür nötig sind elektrische Impulse, welche die Kontraktionen der Klappen steuern.

Man könnte also sagen, das Herz ist ein Wunderwerk göttlicher Technik.

Der Dünndarm - Wahrnehmung und Empfindungsfähigkeit
Die Orgahnuhr - Dünndarm

Der längste Teil des Verdauungssystem ist der Dünndarm.

Vom Magenausgang reicht dieser bis zum Blinddarm und ist dabei stark gewunden und wäre, wenn man ihn auslegen würde, so um die fünf bis sechs Meter lang.

In diesem Organ findet der Endabbau der aufgenommenen Nahrung statt und wird in kleinste Moleküle aufgespalten. Diese werden von der Darmschleimhaut ins Blut abgeben.

Die chemische Verdauung findet also im Dünndarm statt.

Hier wird der vom Magen kommende Speisebrei weiter aufgespalten. Aus dieser Zerlegung von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen entstehen Moleküle (Einfachzucker, Fettsäuren, Aminosäuren usw.), die resorbiert und durch den Blutkreislauf verteilt werden.

Heilpflanzen und Lebensmittel des Elementes Feuer

Der bittere Geschmack wird dem Feuerelement zugeordnet.

Dieser leitet nach unten, erfrischt das Yin und wärmt das Yang. Die nach unten gerichtete Wirkung unterstützt sodann auch die Verdauungsaktivitäten von Leber und Galle, besonders, wenn es um die Fettverdauung geht.

Verzichte auf austrocknende Lebensmittel!

Daher solltest du auf besonders austrocknende und stark erhitzende Lebensmittel verzichten: Kaffee, Schwarztee, scharfe Gewürze, Schnaps, Glühwein. In Maßen können diese Arten von Genussmittel durchaus heilsam sein, übertrieben über alle Maßen konsumiert, richten sie jedoch mehr Schaden als Nutzen an.Kaffee, beispielsweise, sollte am Nachmittag nicht mehr getrunken werden, um den Fluss des Yin nicht zu stören, denn dadurch wird der Grad der Erschöpfung nur zusätzlich gesteigert.Natürlich haben diese Lebensmittel einen wärmenden Effekt, ebenso wie es dem Feuer zugeschrieben wird und dennoch solltest du hierbei darauf achten, dass du deinen Körper nicht allzu sehr austrocknest.Blattsalat, wie Chicorée, Radicchio, Löwenzahn, Rucola und Artischocke oder auch Getreide, wie Buchweizen, Roggen und Hirse sind bitter-erfrischende Lebensmittel und daher im Allgemeinen sehr zu empfehlen.Die Qualität deiner Mahlzeiten kannst du mit Gewürzen wunderbar unterstützen, leicht bitter schmeckende Gewürze wie Kurkuma, edelsüßer Paprika oder Wacholderbeeren bieten dir ein hohes Maß an Variabilität. Es soll ja beim Essen nicht langweilig werden und gut schmecken!Zusätzliche Vielfalt bietet dir eine Auswahl an Kräutern und Heilpflanzen. Den möglichen Kombinationen sind also keine Grenzen gesetzt und du kannst selbst für den nötigen Pepp in deinen Mahlzeiten sorgen:

  • Kräuter, wie Basilikum, Rosmarin, Oregano, Thymian, Bohnenkraut, Salbei oder Beifuß
  • Weißdorn
  • Johanniskraut
  • Weinraute
  • Arnika
  • Buchweizen
  • Ringelblume
  • Kamille
  • Tausendgüldenkraut
  • Echter Steinklee
  • Rosskastanie
  • Ginkgo
  • Lapacho
  • Kornblume
  • Echter Lavendel
  • Knoblauch
  • Echter Kümmel
  • Kapuzinerkresse
  • Stiel-Eiche
  • Preiselbeere
  • Gemeiner Dill
  • Ingwer

Das Element Wasser: Blase und Niere

Der Kreislauf des Jahres endet im Winter, also ab November bis ca. Mitte Februar, wobei der chinesische Kalender dieser Periode das Wasserelement zuordnet.Wenn die Temperaturen sinken, es kalt und dunkel wird, oft sogar nass und einfach nur trist, führt dies zu einer Lähmung der Natur und auch zu einer Lähmung für deinen Körper.Die sich verändernden äußeren Einflüsse zerren an deiner Energie und so ist es sinnvoll sich in dieser Jahreszeit von diesen abzuwenden, um den Fokus nach innen zu richten.

Die Organuhr - Das Element Wasser

Die Natur tut dies ebenfalls. Achte einmal darauf!

Das Leben in der Erde (Samen, Knollen etc.) ruht über die Wintermonate. Es findet kein Wachstum statt, sondern eine Art Winterschlaf, der so lange überdauert, bis im Frühjahr all das schlafende Leben von Neuem erwacht.

Zur Ruhe kommen!

Nahezu alles kommt zur Ruhe, Flora wie Fauna, denn Energien müssen gespart werden und sinnvoll verbraucht. Ich schrieb nahezu alles kommt zur Ruhe – der Mensch tut dies nicht. Der Mensch hält keinen Winterschlaf und muss an seinem Alltag festhalten.

Das letzte Organpaar, welches ich betrachten möchte, sind Niere und Blase – sie sind die Organe des Wasserelements. Wasser ist das letzte Bindeglied in diesem Zyklus und gleichzeitig ein Neubeginn. Wasser ist der Ursprung allen Lebens und Wasser kann ebenfalls den Tod bedeuten.

Die Blase - Handlungsfähigkeit und Kontrolle
Die Organuhr - Blase

Die Blase ist im Grunde genommen ein Speicherorgan, eine Art Zwischenspeicher der Nieren, wobei sie auch dafür zuständig ist Urin zu produzieren. Die Blase ist ein dehnbares muskuläres Hohlorgan, sie sammelt, sie speichert und wird über die Harnröhren entleert.

Du selbst bist in der Lage deine Blase kontrolliert und bewusst zu entleeren oder den angestauten Urin zu halten – dies allerdings nur temporär und du solltest es damit nicht übertreiben, denn ist die Blase voll und wird nicht entleert, kann sie durchaus platzen.

Das maximale Fassungsvermögen beträgt in der Regel zwischen 900 und 1500 Millilitern.

Zwischenspeicher bedeutet, dass in der Blase Abfallprodukte gesammelt werden, damit sie ausgeschieden werden können. Alles, was die Nieren ausspülen landet in der Blase.

Ist die Blase voll, werden entsprechende Informationen an das Gehirn weitergeleitet und früher oder später wirst du einen enormen Druck im Unterbrauch verspüren – dein Körper signalisiert dir:

Die Blase ist voll. Du musst sie leeren!

Die Nieren - Das Tempo drosseln!
Die Organuhr - Niere

Die Nieren sind wie die Leber ein Organ der Entgiftung und ein Organ, welches das Blut filtert und somit Schadstoffe extrahiert, die ihn Form von Harnstoff (man unterscheidet hierbei in Primärharn und Sekundärharn) in die Blase gelangen.

Es handelt sich hierbei um Endprodukte innerhalb des Stoffwechsels, die dein Körper nicht benötigt oder nicht verarbeiten/umwandeln kann.

Die Nieren sind jedoch nicht nur ein Organ der Ausscheidung, sondern ebenso ein Organ der Hormonproduktion. Sie regulieren den Wasser- und Elektrolythaushalt und erhalten darüber hinaus das Säure-Basen-Gleichgewicht.

Über die Nieren werden überschüssige Flüssigkeiten und Blutsalze ausgeschieden und sollte ein Mangel an Flüssigkeiten im Körper vorherrschen, kann die Niere die Ausscheidung dieser reguliert herunterfahren.

Das in der Niere produzierte Hormon Renin regelt den Blutdruck und aufbauend auf diesem Prozess wird auch die Bildung der roten Blutkörperchen, durch die Produktion des Hormons Erythropoetin gesteuert.

Heilpflanzen und Lebensmittel des Wasserelements - Zeit der Suppen, Eintöpfe und Aufläufe

Zu guter Letzt komme ich auf den salzigen Geschmack zu sprechen

und möchte am Rande erwähnen, dass in der Zeit der kalten Monate des Winters die Nieren und die Blase eine besondere Fürsorge benötigen.Besonders die Nieren reagieren überaus empfindlich auf Kälte und auch die Blase kann andauernder Kälte kaum viel entgegensetzen.Besonders im Winter empfiehlt sich daher die Aufnahme von körperwarmen Lebensmitteln und Flüssigkeiten, um den Körper nicht unnötig zu stressen, beziehungsweise, um ihn nicht zu zwingen, die aufgenommen Flüssigkeiten erst unter Aufbringung von Energie auf Körpertemperatur zu erhitzen.Wenn du Wasser hörst, denkst du bestimmt an das Meer und auch die Wahl salziger Lebensmittel liegt hier nicht sonderlich weit weg in deiner Vermutung. Lebensmittel aus dem Meer sind mineralreich und fallen in die Kategorie des Wasserelements.Es ist alles zweckdienlich, was salzig schmeckt, doch Vorsicht: Zuviel Salz entzieht dem Körper Wasser und dies führt zur Schwächung des Organismus, weil wieder mehr Energie für andere Prozesse aufgebracht werden muss!Neben Meeresfrüchten, Meeresalgen, Süßwasseralgen und Nahrungsmitteln mit einem hohen Vitamin B12, Vitamin A Gehalt sowie Omega-3-Fettsäuren (wo wir wieder beim Fisch sind), gibt es noch weitere Lebensmittel und natürlich auch Heilkräuter, mit denen du die Leistung deiner Nieren und deiner Blase unterstützen kannst.Dies gern in Form von Tee oder gerade in den kalten Wintermonaten als Suppe, Auflauf oder Eintöpfe:

  • Brennnessel, Sprossen
  • Junges Gemüse
  • Muscheln
  • allerlei Fischsorten und Fischeier
  • Knochensuppe mit Mark
  • Fleisch aus artgerechter Haltung, Weidehaltung
  • Mandeln, Walnüsse
  • Gelee
  • Leinöl
  • Butterschmalz
  • Sesamöl
  • Wachteleier

Auch die Verwendung von Meeressalz ist durchaus legitim und zum Schluß möchte ich dir eine Reihe von Heilpflanzen natürlich nicht vorenthalten:

  • Eisenkraut
  • Heidekraut
  • Hagebutten
  • Estragon
  • Schwarze Johannisbeere
  • Vogelknöterich
  • Schwarzer Holunder
  • Kapuzinerkresse
  • Hauhechel
  • Salbei
  • Echte Goldrute
  • Frauenmantel
  • Schachtelhalm